Abhängigkeit/Verlustangst

Dieses Thema im Forum "Andere/r Kummer, Sorgen, Probleme" wurde erstellt von Xelisabeth, 20 Juli 2017.

  1. Xelisabeth

    Xelisabeth Neuer Benutzer

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    20 Juli 2017
    Beiträge:
    2
    Hallo zusammen,

    Ich bin gerade an dem Punkt an dem ich alleine nicht mehr rauskomme. Ich habe in den letzten Tagen 4 Kilo abgenommen und bin nervlich komplett am Ende. Ich habe keinen Appetit und fühle mich als würden meine Nerven meinen Körper auffressen. Ich kann mich an niemanden wenden und habe das Gefühl eine Zumutung für jeden zu sein.
    Ich bin zusätzlich mitten in meiner Prüfungsphase, was mich natürlich auch total stresst.

    Nun zu meiner Geschichte...
    Ich bin 23 Jahre alt und vor 1,5 Jahren hat mich mein erster Freund verlassen. Wir waren 4 Jahre zusammen und ich war am Ende, und das sehr lange. Er hat mich wegen einer anderen verlassen und meinte als Hauptgrund ich habe ihn einfach eingeengt. Das Gefühl ihn nicht mehr greifen zu können egal was ich mache und der Betrug, die Tatsache dass er mich einfach eingetauscht hat und wieder glücklich war, während ich noch Monate am Boden zerstört war, verletzt mich immer noch.
    Ich habe mich wieder gefangen und war sogar glücklich alleine. Ich habe ein sehr erfülltes Leben, ein Pferd, ein Hund, mein Studium, Freunde, Familie, Sport.

    Letztes Jahr im Oktober, also ca ein 3/4 Jahr später habe ich jemanden kennen gelernt.
    Ich war noch gar nicht wirklich bereit und sehr skeptisch am Anfang. Wir haben uns so gut verstanden, er war unglaublich lieb und süß zu mir, und hat mir das Gefühl gegeben sicher bei ihm zu sein und nicht zu viel. Am Anfang war es mir sogar ein wenig zu viel weil ich das so gar nicht kannte, dass von mir Zeit usw gefordert wird. Bei meinem ex freund war immer ich diejenige die um liebe und Zuneigung und alles gebeten habe.
    Das ganze ging 5 Monate gut, ich war unglaublich glücklich und verliebt. Dann kam der Tag an dem er auf einmal ganz anders wurde? Er fing an zu zweifeln und war kühler zu mir. Auch er war nicht lange getrennt von seiner ersten Freundin gewesen, die Beziehung ging 1,5 Jahre mit ihr.
    Es hat mir total den Boden unter den Füßen weggerissen und ich fühlte mich wieder so hängen gelassen. Es war schrecklich. Er wollte die Beziehung aber weiterhin und hatte wohl nur eine Krise, viel in der Uni und einfach gestresst.
    Seit dem sind die Rollen aber wieder anders verteilt. Ich bin wieder diejenige, die nicht genug bekommt, er setzt mich für mich zu selten als Priorität, ich bin ihm zu stressig. Es war schon 3x ziemlich ernst, weil ich wirklich nicht mehr konnte. Ich will ihn nicht dazu zwingen Dinge zu wollen die von alleine kommen sollen, wie Zeit verbringen zu wollen, etwas zu unternehmen oder mal eine Stunde früher von einem Freund heim zu gehen um mich zu sehen. Er hat viele Freunde und muss immer unter Menschen sein...
    Letztes Mal als ich nicht mehr konnte, hat er bitterlich geweint und meinte er liebt mich über alles, kann und will nicht ohne mich, kann sich eine Zukunft mit mir vorstellen und dass es sich ändern würde.
    Letzte Woche war bei mir mal wieder das Fass übergelaufen. Mal wieder kam ich an zweiter Stelle. Er hat aber anders reagiert. Mittlerweile ist er genervt und ich merke wie er mir entgleitet, was mich natürlich nur noch panischer macht. Ich habe Angst und steigere mich total rein. Ich bin wieder zu viel, er findet ich übertreibe oft und sucht nicht die Beziehunggespräche und die beziehungsarbeit.
    Ich weiß dass ich unheimlichen Druck ausübe, und nicht bei mir selbst bleibe. Ich weiß dass ich einfach mal entspannen sollte und es laufen lassen. Er hat sich in der letzten Zeit doch viel
    Mühe gegeben und ich habe gemerkt er nimmt sich zu herzen was ich ihm sage, weil er selbst merkt dass ich bei vielen recht habe.
    Aber ich habe das Gefühl dieses Mal war ihm einfach zu viel.
    Ich kann es nicht ändern und nicht aufhören mich reinzusteigern, ich bin oft abweisend damit ich nicht das Gefühl habe ihn einzuengen. Er ist aber nur noch genervt wenn ich wieder anfange über die Probleme zu reden

    Was soll ich tun, ich weiß dass man unter Druck nichts gerne macht, sondern sich mehr entfernt.
    Aber ist er der Richtige wenn ich mich so zusammen reißen muss? Oder kann man das niemandem zumuten wie ich bin...
    ich kann nicht aus meiner Haut und habe Angst ihn zu verlieren :-(
    Anstatt zu entspannen, ich bin auch alleine glücklich, meinen Selbstwert wieder zu finden, und wenn er es nicht für nötig hält mich auch mal ab und zu zu priorisieren dann kann ich auch gut ohne ihn, sitze ich nun hier und bin nur noch ein Schatten meiner selbst. Habe Angst alles kaputt gemacht zu haben und aus meiner Rolle nicht mehr raus zu kommen als klammernde Psycho die um Zuneigung und Zeit bettelt
    Was soll ich machen...bin ich vielleicht einfach nicht bereit für eine Beziehung?
    Am Anfang will ich die Männer nicht, auch Nicht meinen ex freund. Aber irgendwann entwickel ich diese Abhängigkeit und Verlustangst, weil ich natürlich weniger bekomme als in der anfangs verliebtheitsphase
    Wenn diese vorbei ist fühle ich mich bei jeder Kleinigkeit ungeliebt und als wäre ich zu viel.

    Ich wäre euch so dankbar wenn mir jemand helfen könnte :-(
     
  2. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Elisabeth!

    Schon der erste Absatz Deines Eintrags lässt ja wirklich gut erkennen, wie schwer und wie belastend Deine Gesamtsituation gerade ist! Körperlich und seelisch gleichermaßen bist Du auf das höchste angespannt, und wegen der Prüfungsphase in der Uni auch noch geistig. Da kann man sich nur allzu leicht ausmalen, dass Du das Gefühl hast, fast wie eine Schiffbrüchige unterzugehen in diesem ganzen Strudel und vielen Wellen die wie Anforderungen über Dir zusammenzuschlagen drohen.

    Aber Deinen Eintrag widmest Du dann letztlich doch »nur« Deiner seelischen Situation, also dem Thema, das Dich wirklich am allermeisten niederdrückt: dem Verlassenwerden, dem Schmerz, der noch so ungefiltert weiter anhielt, während Dein erster Freund schon wieder komplikationslos glücklich war in den Armen einer anderen… Und jetzt, in der krisenhaften Situation mit Deinem neuen Freund, tritt nicht nur ein neues Gefühl überhaupt erstmal auf den Plan – ich meine Deine Verlustangst –, sondern das auch gleich so massiv, als hielte sich Dich, Dein ganzes Leben, wie in einem unerbittlichen eisernen Würgegriff. Das jedenfalls ist mein Eindruck nach Deiner Erzählung. Du kommst überhaupt nicht mehr zur Ruhe, kannst nicht mehr abschalten. Und alle Ruhe, alle Freude, alle Gelassenheit, alle Heiterkeit sind vollständig verschwunden – nicht? Denn was Du beschreibst, ist ja im Grunde genommen der absolute emotionale Ausnahmezustand, in gewisser Weise das pure Chaos.

    Etwas ganz Bestimmtes ist mir, nach ein paar Lektüredurchgängen, erst bewusst und dann immer deutlicher geworden: dieser Konflikt zwischen Herz und Verstand. Auf der einen Seite sagst Du, sehr klar, sehr bewusst:

    • Ich will ihn nicht dazu zwingen, Dinge zu wollen, die von alleine kommen sollen, wie Zeit miteinander verbringen zu wollen, etwas zu unternehmen oder mal eine Stunde früher von einem Freund heim zu gehen, um mich zu sehen.
    • Ich weiß, dass man unter Druck nichts gerne macht, sondern sich mehr entfernt.
    • Ich weiß, dass ich unheimlichen Druck ausübe und nicht bei mir selbst bleibe. Ich weiß, dass ich einfach mal entspannen und es laufen lassen sollte.

    Das ist das, was der Verstand Dir sagt. Und das ist auch alles sicherlich sehr richtig. Aber dann … meldet sich das Gefühl, meldet sich Dein Bauch. Und der redet so vollkommen anders. Und vor allem halt, wenn ich Dich richtig verstanden habe, mit viel, viel lauterer Stimme:

    • »Ich habe Angst und steigere mich total rein.«
    • »Ich kann es nicht ändern und nicht aufhören, mich reinzusteigern.«
    • »Ich kann nicht aus meiner Haut und habe Angst, ihn zu verlieren :-(«
    Einerseits siehst Du sehr klar – andererseits bist Du gleichzeitig vollkommen außerstande, das irgendwie auch in Taten umzusetzen und eine innere Ruhe, so etwas wie ein Gleichgewicht wiederzufinden. Und es ist wirklich sehr eindrücklich, wie Du die Folgen beschreibst:

    • »Mittlerweile ist er genervt und ich merke, wie er mir entgleitet, was mich natürlich nur noch panischer macht.«
    • »[…] sitze ich nun hier und bin nur noch ein Schatten meiner selbst. Habe Angst, alles kaputt gemacht zu haben und aus meiner Rolle als klammernde Psycho, die um Zuneigung und Zeit bettelt, nicht mehr raus zu kommen.«
    • »Ich bin wieder zu viel, er findet ich übertreibe oft und sucht nicht die Beziehungsgespräche und die Beziehungsarbeit.«

    Ich zweifle daran, dass sich jemand herausnehmen dürfte, Dir die Reife für eine Beziehung rundherum abzusprechen; das ist ja der Gedanke, den Du am Ende äußerst. Eines aber tritt doch, sogar in Deinen eigenen Worten, zumindest sehr deutlich zutage: dass da etwas in Dir ist und wirkt, über das Du keine Kontrolle hast. Irgendwie arbeitet da ein Mechanismus in Dir, dem Du gründlich hilflos – und völlig schuldlos – ausgeliefert bist:

    »Am Anfang will ich die Männer nicht, auch nicht meinen Ex-Freund. Aber irgendwann entwickle ich diese Abhängigkeit und Verlustangst, weil ich natürlich weniger bekomme als in der anfänglichen Verliebtheitsphase.
    Wenn diese vorbei ist, fühle ich mich bei jeder Kleinigkeit ungeliebt und als wäre ich zu viel.«


    Ich bin sicher: Das ist wohl die beste Zusammenfassung, die sich überhaupt nur denken lässt. Und mein Eindruck ist, dass genau diese Worte es sind, die die Eingangstür zum Verständnis Deiner Schmerzen bilden: Wie kommt dieser krasse Umschwung zustande, den Du da beschreibst: von der anfänglichen Ablehnung hin zur Abhängigkeit? Was hat das mit Dir zu tun, mit Deinem Leben, mit der Geschichte Deines Lebens? Diese letzten Worte Deines Eintrags lassen mich ganz unwillkürlich die Frage stellen, welche Erfahrungen Du wohl früher schon gemacht hast mit Zurückgewiesenwerden – und, genauso wichtig, mit dem Verlust von Menschen, die in Deinem Leben eine ganz wichtige Rolle spielten, eine große emotionale Bedeutung für Dich hatten – und die dann, vielleicht ganz plötzlich, nicht mehr da waren. Wenn Du mal so ganz in Ruhe zurückdenkst in Deine früheren Lebensjahre: Fällt Dir da etwas ein?

    Das sind so spontan die ersten Gedanken, die mir bei Deinem Eintrag durch den Kopf gehen. Wenn Du also möchtest, dann schreib in den nächsten Tagen oder in der nächsten Zeit einfach wieder. Einverstanden?


    Viele liebe Mutmach-Grüße!
    Achim
     
  3. Xelisabeth

    Xelisabeth Neuer Benutzer

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    Hallo Achim,
    Erstmal: ich bin sprachlos und danke dir vielmals dass du dir so viel Zeit genommen und Gedanken gemacht hast!

    Und du hast Recht. Ich bin auf der einen Seite sehr klar aber kann es auf der anderen Seite nicht umsetzen bzw meine Gefühle und meinen Bauch in diese Richtung lenken...
    Ich bin oft völlig gefangen in meiner Sicht und meinen Emotionen und steigere mich dann oft rein.
    Allerdings will ich mich nicht allzu schlecht machen. Natürlich bin ich nach einer Zeit empfindlicher als am Anfang, aber das liegt auch daran dass die Gefühle mehr werden und der Mensch mir wichtiger wird.
    Und ich habe das Gefühl dass ich diese Männer anziehe. Am Anfang bin ich total locker und möchte nichts von Ihnen und dann entwickelt sich eben mehr Gefühl und damit geht auch die Lockerheit. Und mein noch Freund und ex Freund sind beides Menschen die keine Verantwortung übernehmen können...ich erwarte nichts utopisches und klar ist jeder ein eigenständiger Mensch. Aber ich übernehme in gewisser Weise schon Verantwortung für die Person mit der ich zusammen bin, da sie mich ja liebt und ich sie. Und da möchte ich auch für sie da sein wenn es ihr mal schlecht geht.
    Aber momentan, obwohl wir nochmal gesprochen haben und uns gesagt haben dass wir beide daran arbeiten, zieht er weiter sein Ding durch ohne Rücksicht. Er Priorisiert oft andere Dinge und nur wenn es ihm in den Kram passt, ist er für mich da. Falls er aber mal zurückstecken muss oder es gerade schwieriger ist, ist er es nicht. Und was noch dazu kommt, dass er meine Gefühlslage oft 0,0 verstehen kann und deshalb oft sehr unsesibel handelt
    Ich bin sehr unglücklich und das schon mehrere Wochen und ich weiß dass es das beste wäre die Beziehung zu beenden, weil er einfach zu egoistisch und unsensibel ist. Aber ich bringe es nicht fertig und weiß nicht ob ich zu empfindlich bin und oft überreagiert habe, was an ihm natürlich auch nicut spurlos vorbei geht, oder wir einfach wirklich nicht zusammen passen. Dann stellt sich die Frage... kann man wirklich erwarten dass sich jemand in meine überaus sensible Wahrnehmung reinversetzen kann und mit den riesen Erwartungen und dem Druck der dadurch entsteht zurecht kommt...oder macht mich einfach dieser Typ an Männern als gegenüber zu dem was ich werde?
    Es gehört natürlich auch immer ein gegenüber der einen zu dem macht... würde er sich mehr Gedanken machen, könnte ich mir weniger machen
    würde er mehr Zeit usw von mir einfordern, könnte ich mich mehr entspannen und weniger von ihm fordern...

    Ich hasse es wenn ich so schwach bin und empfindlich bin
    Ich weiß nicht was ich machen soll, Unglücklich bin ich so und so

    Ich bin sehr behütet aufgewachsen und meine Familie gibt mir sehr viel. Vielleicht kommen daher auch die Unselbstständigkeit mir der folgenden Abhängigkeit und die großen Erwartungen
     
  4. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Elisabeth!

    Ich widerspreche Dir nicht: Wir übernehmen in gewisser Weise Verantwortung für den Menschen, mit dem das Leben zu teilen wir uns entschieden haben. Und weder entmündigt das den anderen noch bürdet es uns selbst nun die gesamte Verantwortung für ihn auf, in aller Regel zumindest nicht. Und das ist vielleicht nirgends schöner ausgedrückt worden als im Kapitel XXI. des »Kleinen Prinzen« von Antoine de Saint-Exupéry, wo die Begegnung mit dem Fuchs stattfindet, der dem Kleinen in Worten von fast unbegreiflich schöner Einfachheit von der Bedeutung des »Zähmens« erzählt, bis dahin, dass er dem Kleinen Prinzen dann am Ende sein berühmtes »Geheimnis« mit auf den Reiseweg gibt. – Lies es vielleicht ruhig (noch?) einmal (neu?). Und Du wirst, wie ich vermute, finden und bestätigt finden, dass das, was Du beschreibst, nicht nur nichts Ungewöhnliches ist, sondern den normalen Gang der Dinge beschreibt zwischen zwei Menschen, die sich einander annähern. –

    Aber natürlich nimmt es wahrlich nicht Wunder, wenn dieses »Zähmen« und »Vertrautsein« letztlich nur einseitig angestrebt sind. Und das ist ja genau das, was Du von Deinem Freund und Dir schilderst: Dein Bestreben nach Nähe und Verbindlichkeit – und sein Unvermögen, sich auf Dich einzulassen, seine Unfähigkeit, sich in Dich einzufühlen und Dich wirklich zu verstehen. Dass Dich das alles tief unglücklich macht – wer sollte das etwa nicht verstehen? Das alles finde ich nur allzu normal.

    Als deutlich problematischer nehme ich diese Kluft wahr zwischen dem, was Dir im Kopf klar ist und in der Praxis nicht fertigzubringen imstande bist: »Und ich weiß, dass es das Beste wäre, die Beziehung zu beenden, weil er einfach zu egoistisch und unsensibel ist. Aber ich bringe es nicht fertig […]« Ich bin sicher, dass Du schon oft über diesen Punkt nachgedacht hast. Welche Gedanken sind Dir dabei durch den Kopf gegangen; was hast Du alles erwogen als mögliche Ursache dafür, dass das so ist?

    Das Zweite, bei dem ich nachfragen möchte, ist: Was lässt Dich denken, dass Deine Wahrnehmung »überaus sensibel« sei, also ungewöhnlich sensibel; sensibler als bei den meisten anderen Menschen? Und was meinst Du genau mit den »riesen Erwartungen und dem Druck, der dadurch entsteht«? Meintest Du, dass durch Deine Sensibilität unwillkürlich auch die Anforderungen an Deinen Partner steigen oder wolltest Du das anders verstanden wissen?

    Ich persönlich jedenfalls kann aus dem, was Du bislang erzählt hast, nicht entnehmen, weshalb Du Dich als »so schwach und empfindlich« wahrzunehmen wie Du selbst es offenbar tust. Was ich aber sehr wohl registriere, ist, dass Ihr beide in sehr unterschiedlichen familiären Umgebungen großgeworden – und deshalb mit wirklich sehr unterschiedlichen Prägungen und Voraussetzungen in Eure Partnerschaft eingetreten zu sein scheint. Wenn Du willst, kannst Du ja die beiden Stichwörter von der »Unselbständigkeit« und der »Abhängigkeit« noch ein wenig erläutern. Da fehlt mir momentan noch so ein wenig die Verbindung, der »link« zu Deinen anderen Gedanken.


    Einen guten Start in die Woche wünsche ich Dir noch! :)
    Achim