Gedanken und Zitate...

Dieses Thema im Forum "Gute Erfahrungen" wurde erstellt von PuntoRosso, 25 Dezember 2009.

  1. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Optimismus unter Vorbehalt

    »Wenn ich bedenke, wie oft sich meine
    schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheiten«,
    gesteht ein notorischer Pessimist,
    »dann könnte ich glatt zum Optimisten werden!«
    :xsmile:
     
  2. Achim

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    Vom Wesen der Freiheit

    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,
    dass er tun kann, was er will,
    sondern darin,
    dass er nicht tun muss, was er nicht will.


    Jean-Jacques Rousseau, 1712–1778,
    schweiz. Schriftsteller, Philosoph, Naturforscher und Komponist
     
  3. Achim

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    Die Schildkröte oder: Der bessere Weg

    Ein kleiner Junge, der auf Besuch bei seinem Großvater war, fand eine kleine Landschildkröte und ging gleich daran, sie zu untersuchen. Im gleichen Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück, und der Junge versuchte vergebens, sie mit einem Stöckchen herauszuholen. Der Großvater hatte ihm zugesehen und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen.

    »Das ist falsch«, sagte er. »Komm. Ich zeig’ dir, wie man das macht.«

    Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setzte sie auf den warmen Kachelofen. In wenigen Minuten wurde das Tier warm, steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu.

    »Menschen sind manchmal wie Schildkröten«, sagte der alte Mann. »Versuche niemals, jemanden zu zwingen. Wärme ihn nur mit etwas Güte auf – und er wird seinen Panzer verlassen können.«


    Verfasser unbekannt​
     
  4. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Eines Tages kamen ein paar Suchende, einige Mönche also, zu dem alten Zenmeister ihres Klosters.

    »Meister«, fragten sie, was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.«

    Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: »Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.«

    Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer von ihnen hielt es nicht lange aus und platzte heraus: »Bitte, treibe doch keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?«

    Es kam, echt buddhistisch, die gleiche Antwort: »Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich.«

    Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: »Sicher liegt auch ihr und ihr geht auch – und ihr esst. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen. Während ihr aufsteht, überlegt ihr, wohin Ihr geht. Und während ihr geht, fragt ihr euch, was ihr essen werdet. So sind eure Gedanken ständig woanders – und nicht da, wo ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein, und dann habt ihr die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.«



    Nur zur Erinnerung noch einmal und weil das Wort zu dieser kleinen Geschichte gar so gut passt:


    Die Herrschaft über den Augenblick
    ist die Herrschaft über das Leben.

    Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, 1830–1916,
    österr. Schriftstellerin
     
  5. Achim

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    In einer Tierhandlung war ein großes Schild zu lesen, auf dem stand: »Welpen zu verkaufen«. Ein kleiner Junge kam vorbei und sah das Schild. Da der Ladenbesitzer gerade an der Tür stand, fragte er ihn: »Was kosten die Hundebabys?«

    »Zwischen 50,- und 80,- EUR«, sagte der Mann.

    Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog einige Münzen heraus. »Ich habe 7 Euro und 65 Cents.« sagte er. »Darf ich sie mir bitte anschauen?«

    Der Ladenbesitzer lächelte und pfiff nach seiner Hündin. Fünf kleine Hundebabys stolperten hinter ihr her. Eines von ihnen war deutlich langsamer als die anderen und humpelte auffällig.

    »Was hat der Kleine dahinten?« fragte der Junge.

    Der Ladenbesitzer erklärte ihm, dass der Welpe einen Geburtsschaden hatte und nie richtig laufen können würde.

    »Den möchte ich kaufen«, sagte der Junge.

    »Also, den würde ich nicht nehmen. Der wird nie ganz gesund«, antwortete der Mann. »Aber, wenn du ihn unbedingt willst, schenke ich ihn dir.«

    Da wurde der kleine Junge wütend. Er blickte dem Mann direkt in die Augen und sagte: »Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Dieser kleine Hund ist jeden Cent wert, genauso wie die anderen auch. Ich gebe Ihnen meine 7,65 EUR und werde jetzt jede Woche einen Euro bringen, bis er abgezahlt ist.«

    Der Mann entgegnete nur: »Ich würde ihn wirklich nicht kaufen – er wird niemals in der Lage sein, mit dir zu rennen und zu toben wie die anderen.«

    Da hob der Junge sein rechtes Hosenbein, und sichtbar wurde eine Metallschiene, die sein verkrüppeltes Bein stützte. Liebevoll auf den Hund blickend, sagte er: »Ach, ich renne selbst auch nicht gut. Und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht.«
     
  6. Achim

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    In jedem Menschen ist ein Abgrund,
    den nur Gott ausfüllen kann.


    Blaise Pascal, 1623–1662,
    frz. Mathematiker, Literat und Philosoph
     
  7. Achim

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    Wer lächelt, anstatt zu toben,
    ist immer der Stärkere.


    Japanisches Sprichwort
     
  8. xylem

    xylem Benutzer

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    Ui schön: ich sehe, du, Achim, hast diese Art der Geschichten entdeckt :)


    Passend zum Forum ein schöner Satz: "Das einzig Beständige ist die Veränderung."
     
  9. Achim

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    Zu lieben, was man tut, und zu wissen, dass es wichtig ist:
    Was könnte größere Freude bereiten?



    Katherine Graham, 1917–2001,
    US-amerik. Journalistin und Verlegerin
     
  10. Achim

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    Zeit kann man nirgendwo mieten, kaufen oder anderweitig besorgen.
    Das Angebot an Zeit ist völlig unelastisch.
    Einerlei, wie hoch, wie drängend die Nachfrage ist:
    Das Angebot lässt sich niemals vermehren.

    Peter F. Drucker, 1909–2005,
    amerik. Managementlehrer, -berater u. -publizist österr. Herkunft
     
  11. Achim

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    Jedes Werden in der Natur,
    im Menschen, in der Liebe muss abwarten, geduldig sein,
    bis seine Zeit zum Blühen kommt.


    Dietrich Bonhoeffer, 1906–1945,
    dt. ev. Theologe
     
  12. Achim

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    Liebe User!

    Ich bin zur Zeit wegen einer technischen Umstellung vom Internet dummerweise komplett abgeschnitten und weiß nicht, wann sich das wieder ändern wird. Daher kann ich nur diese kleine Nachricht hier über's Handy eintippen; für mehr reicht's gerade nicht. Sobald die Technik wieder funktioniert, melde ich mich wieder, klar!

    Viele liebe und herzliche Grüße an Euch alle!
    Achim
     
  13. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Du kannst dein Leben
    nicht verlängern,
    nicht verbreitern –
    nur vertiefen.


    Gorch Fock, eig. Johannes Kienau, 1880 – 1916,
    niederdt. Erzähler, Lyriker, Marinesoldat




    Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht.
    Dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe,
    das hängt in aller Regel sehr wohl von mir ab.


    Lucius Annaeus Seneca, 4 v. Chr. – 65 n. Chr.,
    röm. Philosoph und Dichter
     
  14. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt,
    dann gibt es keine Hoffnung für sie.


    Albert Einstein, 1879–1955,
    dt. Physiker (Nobelpreis 1921)
     
  15. Achim

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    Eine Schulklasse wurde gebeten zu notieren, welches für sie die Sieben Weltwunder seien. Nach eingehender Diskussion kam folgende Rangliste zustande:
    1. die Pyramiden von Gizeh
    2. das Taj Mahal
    3. der Grand Canyon
    4. der Panamakanal
    5. das Empire State Building
    6. der Petersdom im Vatikan
    7. die Chinesische Mauer.
    Das Thema war eigentlich abgeschlossen, da bemerkte die Lehrerin, dass eine Schülerin offensichtlich noch immer mit höchster Konzentration arbeitete. Deshalb fragte sie das Mädchen, ob es Probleme mit seiner Liste habe. Die Schülerin antwortete: »Ja. Es gibt so viele Wunder.«

    Die Lehrerin sagte: »Dann sag uns doch vielleicht, was du bisher hast; vielleicht können wir ja helfen.«

    Die Jugendliche zögerte zuerst und las dann vor.

    »Für mich sind dieses die Sieben Weltwunder:

    1. Sehen
    2. Hören
    3. sich berühren
    4. Riechen
    5. Fühlen
    6. Lachen ...
    7. ... und Lieben.«
    Plötzlich war es ganz still im Klassenraum.


    Ort und Zeitpunkt dieses Ereignisses
    sind nicht überliefert…
     
  16. Achim

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    Dankbarkeit ist das einzige gänzlich uneigennützige Gefühl,
    dessen unsere jetzige Natur fähig ist.


    Alexandre Rodolphe Vinet, 1767–1847,
    schweiz. ev. Theologe u. Literaturhistoriker
     
  17. Achim

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    Leider hat mir die Technik letzte Woche unerwarteterweise erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht;
    daher gibt es erst heute wieder einen kleinen Impuls:


    Das Schicksal kann mir einen Weg aufzwingen,
    aber niemals ein Ziel.


    Margarete Seemann, 1893‒1949,
    österr. Roman-, Kinder- und Jugendbuchautorin
     
  18. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Wo immer ein Mensch einem anderen
    ein Stückchen Liebe schenkt,
    ist Gott gegenwärtig.



    Eugen Drewermann, *1940,
    dt. Theologe, Psychoanalytiker und Schriftsteller
     
  19. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Die Fehler des Tuns sind meist heilbringender
    als die Fehler des Unterlassens.


    Karl Foerster, 1874–1970,
    dt. Gärtner, Staudenzüchter, Garten-Schriftsteller und Garten-Philosoph
     
  20. Achim

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    Kein Mensch fühlt im Anderen eine Schwingung mit,
    ohne dass er sie auch selbst in sich hat.


    Hermann Hesse, 1877–1962,
    dt. Schriftsteller