Pupertät

Dieses Thema im Forum "Kinder, Erziehung" wurde erstellt von peini, 7 September 2014.

  1. peini

    peini Neuer Benutzer

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    Hallo .
    Unser Enkel , fast 15 Jahre , ist total verschlossen . Mag die Schule ( Gymn. ) nicht . Äußert sich des öfteren darüber das er keine Lust zum Leben habe. Das ihm das Leben nicht gefalle. Allerdings immer im Zusammenhang damit wenn seine Ma ,alleinerziehend & lebend , ihm den Pc streicht weil eben die Hausaufgaben nicht gemacht oder Infos aus der Schule nicht an sie weiter gegeben werden. Sie ist fast voll berufstätig & hat auch noch 2 Rodesien Ridgeback Hunde . Sie ist sehr konservativ. Für mein Empfinden auch zu sehr auf sich bedacht und sieht den Jungen mehr als " Partner " . Das meine ich wegen mancher Anforderungen an den Jungen. Z. B. " du kannst dich auch mal in mich hinein versetzen , ich mache alles für dich usw in dieser Richtung " .
    Wenn Sohn weint wird übermäßig getröstet .
    Das ist der Enkel meines Lebensgefährten . Er macht sich halt Sorgen. Es ist seine einzige Tochter und auch der einzige Enkel .
    Seine Tochter hat den Jungen auch schon beim Therapeuten angemeldet und er war auch schon 2 mal dort. Nur der Therapeut besteht darauf das er die Termine selbst ausmacht und mitarbeitet. Das tut er wohl nicht.
    Bei unserem Gespräch am Samstag schlug ich der Mutter vor doch mal für sich selbst einen Termin auszu machen um zu erfragen was oder wie sie denn weiter vorgehen kann . So geht es doch nicht. Wenn wirklich mal etwas passiert :confused:

    Hat hier einer einen Rat ???
     
  2. Ginny

    Ginny Sehr erfahrener Benutzer

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    Hallo peini,

    wenn jemand sagt, er sei des Lebens überdrüssig, ist das immer ein Warnsignal. Von daher ist es gut, dass Euer Enkel bereits in therapeutischer Begleitung ist. Es ist auch richtig, dass der Therapeut auf Mitwirkung pocht, denn ohne diese ist alles weitere sinnlos.

    Was mich stutzig macht: Du sagst, dass solche Äußerungen stets nur dann kommen, wenn irgendwelche (imho berechtigte) Anforderungen an den Enkel gestellt werden. Das klingt fast nach einer Strategie, sich dem zu entziehen.

    Glaubst Du ihm, wenn er sagt, er mag sein Leben nicht mehr leben? Oder ist es Deinem Gefühl nach nur eine Masche, von der er weiß, dass er die Mutter trifft?

    Dein Rat, die Mutter möge sich ebenfalls Hilfe suchen und / oder sich mit dem Therapeuten kurzschließen, erscheint mir sehr sinnvoll. Unabhängig von der Therapie ist das auch bei der Erziehungsberatung der Stadt anonym und kostenlos möglich. Adressen finden sich in der Datenbank von www.dajeb.de. "Erziehungsberatung" klingt oft erst mal doof: wir können doch schließlich alle unsere Kinder erziehen, oder? Aber es ist weit mehr als das: es ist ein offenes Ohr für die Nöte und die individuelle Situation. Einen Versuch ist es wert, kostet ja nichts.

    Was Ihr als Großeltern tun könnt: offen sein sowohl für die Mutter als auch für den Sohn, für niemanden Partei ergreifen, aber ansprechbar sein. Mehr als das geht nicht. Abgesehen davon, dass es nicht Eure Aufgabe ist, könnt Ihr das Leben der beiden anderen nicht aktiv steuern, sondern nur helfend zur Seite stehen. Das ist oft schwer auszuhalten, wenn man meint, einen Weg zu sehen, den die anderen aber (noch) nicht bereit sind zu beschreiten.

    Wie geht es Dir und Deinem Lebensgefährten damit?
     
  3. peini

    peini Neuer Benutzer

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    NRW

    Guten Abend Ginny .
    Es ist so das wir jetzt diesen Spruch von unserem Enkel noch nicht gehört haben . Er sagt das nur zu seiner Mutter . Ob sie nun unseren Rat , sich Hilfe zu suchen , annimmt wissen wir nicht. Abgeneigt scheint sie aber nicht zu sein. Wenn sie Aussprache benötigt sind wir immer für sie da. Richtig ist , wie Du schon schreibst , das wir aktiv nichts dazu beitragen können .
    Vielen dank für Deine Meinung . Es ist gut eine Meinung Außenstehender zu hören.