Total irritiert

Dieses Thema im Forum "Beziehung, Partnerschaft" wurde erstellt von jenny25111, 29 November 2016.

  1. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Jenny!

    Ich denke, dass es viel wert ist, dass Du Dir klarmachst und auch offen sagst, dass Du etwas »Schlechtes« ‒ »Ungerechtes«, »Unmoralisches«, was auch immer – an ihm suchst, damit in den Momenten, in denen Deine Sehnsucht nach ihm gar so groß ist und Dich vielleicht zu überwältigen droht, er weniger liebenswert erscheine. (Nur am Rande: Haargenau so funktionieren übrigens Kriege: Die erste Bedingung, um töten zu können, ist die – möglichst restlose – Enthumanisierung des Gegners.) Niemals können wir einen Menschen aus unserem Herzen verstoßen, ohne uns dabei selbst zu verletzen. Und natürlich ist es besser, friedlicher, erwachsener, reifer, einen Weg zu suchen und zu finden, den Liebeskummer zu tragen, zu ertragen und ihn schließlich irgendwann durchschritten zu haben. Aber das ist ja auch genau das, wonach Du am Ende fragst: »Wie kann ich das lernen?« Die Frage ist ebenso zentral wie unbeantwortbar, denn die Art und Weise wie wir Menschen trauern und welche Wege des Trauerns wir für uns wählen, gehört gewiss zu den individuellsten, ja intimsten Entscheidungen unseres Lebens, unserer Biographie. Und es gibt da nichts, was es nicht gibt, vor allem, weil es kein oberflächliches, von außen erkennbares und als solches zu beurteilendes »Richtig« oder »Falsch« gibt. Oft muss man Mehreres, Verschiedenes ausprobieren. Und allein die Zeit wird zeigen, was davon sich als tragfähig erweisen kann für den Einzelnen. –

    Jenseits dieses allgemeinen Gedankens bin ich aber noch an einem bestimmten Deiner Sätze hängengeblieben, an diesem hier: »Es scheint so gut zu sein, obwohl so falsch.« Und mein unwillkürlicher, wirklich reflexhafter Gedanke war: Wie wirkt der Satz auf Dich, wenn Du die beiden Adjektive vertauschst? Dann lautet er: »Es scheint so falsch zu sein, obwohl so gut


    Liebe Grüße zum Sonntag!
    Achim
     
  2. jenny25111

    jenny25111 Erfahrener Benutzer

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    Hallo ihr Lieben, trauern, ja das müsste ich sehr, aber es ist ja nicht vorbei. Aber es hat ja nix angefangen. Was ist das, was wir da haben/machen? Zärtlichkeiten, sehr gefühlvoll, liebesschwüre, ein nicht Wissen warum es so ist. Es ist ein ganz tiefes gutes Gefühl, ganz tief drin, reines Glück und angekommensein in seinen Armen. Sich nur nah sein. Total verrückt, sowas hab ich noch nie gefühlt, "und küssen kann er auch noch" wie ich ihm mal gesagt habe. Und er bestätigte mir dies auch seinerseits. Trotzdem geht er nicht weiter, hat er Angst den Zauber kaputt zu machen, oder hängt er zu sehr an seiner Frau,? Fragen möchte ich nicht, gefühlt bringt er sehr viel Energie auf, standhaft zu bleiben. Oder ist es doch nur eine willkommene Abwechslung ? Ich werde nicht schlau aus ihm. Lg jenny
     
  3. Diesel

    Diesel Erfahrener Benutzer

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    Liebe Jenny, "des Menschen´s Wille ist sein Himmelreich" ! Viel Glück in deinem Leben.
     
  4. jenny25111

    jenny25111 Erfahrener Benutzer

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    Frei nach dem Motto: wer nicht will der hat schon? Oder was? Wenn das mal alles so einfach wäre bräuchte ich hier keine Unterstützung / Rat/hilf
     
  5. Diesel

    Diesel Erfahrener Benutzer

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    Jenny, ich Glaube dir, das es nicht Einfach ist, aber was soll ich dir noch Raten, habe alles Versucht, dir eine Hilfe zu sein, aber im Endeffekt, musst du Wissen wie du es Willst, so wie du es machst, so ist es dein Himmelreich. Viel Glück in deinem Leben.
     
  6. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Jenny!

    Nach einigermaßen langer Zeit habe ich jetzt gerade mal wieder Anlass, mich ein wenig über meine Unbedachtsamkeit zu ärgern: Irgendwie muss ich es geschafft haben, meine bereits fertiggestellte Antwort an Dich wieder zu löschen – restlos, komplett und endgültig. Deshalb kann ich Dir jetzt nur noch ein ganz kurzes Konzentrat aus wenigen Worten aus der Erinnerung rekonstruieren. –

    Es wundert mich nicht, dass Du »nicht schlau« wirst aus ihm. Wie solltest Du denn schaffen können, was ihm selbst nicht gelingt – wo er sich doch ungleich länger kennt als Du? ;-) Das würde ja an ein Wunder grenzen! Ich weiß nicht mehr genau, was ich im ersten Entwurf wörtlich geschrieben hatte, aber ich weiß noch, dass ich vorsichtig dafür plädiert habe, nichts zu »tun«, sondern gewissermaßen »einfach« die Zeit ihr Werk tun zu lassen, wissend, dass in allen Dingen der Gefühle und insbesondere der Liebe sich nichts zwingen lässt. Dann aber rückt eine andere Frage in den Vordergrund: »Wie kann es mir gelingen, die Ruhe zu bewahren, in mir drin, und die Entwicklung der Dinge abzuwarten – und offen zu werden für beide Arten des Ausgangs?« Es verschiebt sich also der Fokus: weg von ihm und seinem Verhalten hin zu meiner eigenen Entwicklung und Reifung. – Ist irgendwie verständlich, was ich meine?


    Viele liebe Mutmach-Grüße!
    Achim
     
  7. jenny25111

    jenny25111 Erfahrener Benutzer

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    Ja Achim , ich glaube du hast es mir verständlich gemacht, das ist die Frage, die ich mir stellen muss. Ich bin immer eine Macherin, will etwas bewegen, hier kann ich nichts regeln,bewegen, etc. Damit komme ich wohl nicht klar. Das ist es!
    Ich muss lernen, hinzunehmen ,das alles kommt ,wie es kommen wird, oder kommen soll, ist es das? Geduld, Demut, was brauche ich dazu?
    Lg
     
  8. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Jenny!

    Diesen Satz hier aus Deinem kleinen Eintrag fand ich besonders bedeutsam: »Ich bin immer eine Macherin, will etwas bewegen. Hier kann ich nichts regeln, bewegen, etc.« Und das glaube ich Dir sofort: Wer ein ganzes Leben lang viel häufiger selbst agiert statt auf andere »re-«agiert hat, für den muss es einem wirklichen Schock gleichkommen, sich in einer solchen Situation, wie Du sie erlebst, auf eine unbekannte und dabei auch nicht zu bezwingende Ohnmacht zurückgeworfen zu finden! Das ist das eine. Das andere: Ich glaube, dass Du durchaus richtig liegst, wenn Du Geduld und Demut als nötig erachtest. Denn was sonst sollte nötig sein, wo doch in der Liebe niemals sich etwas zwingen lässt? Eingeladen also sind wir, was noch nicht war in unserem Leben, zumindest nicht in der nun nötigen Tiefe: Geduld zu lernen, harren, aushalten, allem zum Trotz weiterhin zu atmen und einen Fuß vor den anderen zu setzen im eigenen Leben. Vielleicht auch: neue, neuartige Fragen zu stellen: »Geduld« – was ist das eigentlich? Und »Demut« gar: Was will sie – und was ist das für ein Reifen, das da nötig ist, sie zu erlernen?

    Gut drei Wochen sind seit Deinem letzten Eintrag mittlerweile vergangen. Ich hab Dich aber nicht vergessen. – Wie geht es Dir?

    Viele liebe Grüße zum Wochenende!
    Achim
     
  9. jenny25111

    jenny25111 Erfahrener Benutzer

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    Hallo Achim, lieb das ich nicht vergessen wurde. Ja,wie geht es mir? Mittwoch hätte ich dir noch gesagt es wird alles gut, ich schaffe es, die "Sache " jetzt sachlich anzugehen, zu sehen was wir alles erarbeitet und besprochen haben. Das der Kopf wieder klarer ist, und es soviel schönes anderes gibt.
    Und ich war nicht mal sonderlich erfreut und überrascht als er dann unerwartet wieder vor meiner Tür stand. Aber er blieb und erzählte wieder von Gott und der Welt, bis es dann doch wieder anders endete. Ja der Abend war sehr schön und heute waren wir zusammen auf einer Börse. Mit Wissen seiner Frau. Und soeben war er nochmal da um mir das erkaufte vom Mittag zu bringen.
    Aber: ich weiß nicht: ich glaube es hat seinen Zenit überschritten. Es ist nur so ein Gefühl, aber.....
    Wir waren fast den ganzen Tag zusammen, ich kann ihn sehr gut um mich habrn das ist es nicht, aber da ist so ein ganz klitzekleiner Zweifel....
     
  10. Frofted34

    Frofted34 Benutzer

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  11. jenny25111

    jenny25111 Erfahrener Benutzer

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    Nein,leider immer noch nicht.
     
  12. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Jenny!

    Das muss ich dann ja wohl mal frei weg eingestehen: Nun hatte ich es wider Willen doch aus den Augen verloren, Dir wieder zu schreiben – was mir wirklich sehr leid tut. Es passiert leider immer wieder einmal; eine Absicht ist es natürlich nie. Bitte entschuldige! –

    Drei Wochen also ist Dein Eintrag jetzt her: eine Zeit, in der wahrlich viel passieren kann. Bislang hattest Du ja das Gefühl gehabt, Dich nahezu endlos im Kreis zu drehen, und auch davon berichtest Du ja. Aber ganz zuletzt hat sich da »so ein ganz klitzekleiner Zweifel« gemeldet. Und um mich langsam wieder »einzufädeln«, frage ich jetzt einfach erst mal ganz in Ruhe: Was hat sich denn seither (alles) getan? Hat sich die Situation verändert? Und wenn ja: wie gründlich? Oder hast vielleicht Du Dich verändert? Vor allem an diesen Satz erinnere ich mich noch: »Ich glaube, es hat seinen Zenit überschritten« – wie hat es sich angefühlt, ihn zu schreiben? Und würdest Du sagen, dass sich diese Einschätzung bisher bestätigt hat? Er klang in meinen inneren Ohren jedenfalls ein wenig... melancholisch, wehmütig sicher – aber irgendwie auch ein wenig ratlos.

    Es ist ja all die Zeit über stets ein großes Auf und Ab gewesen, so dass ich nichts für wahrscheinlicher halte als etwas anderes und also gespannt bin auf ein Update.


    Viele Grüße und einen guten
    Start in die neue Woche!
    Achim
     
  13. jenny25111

    jenny25111 Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen, ich dreh mich nicht mehr im Kreis.
    Irgendwie scheint es zu Ende zu gehen. Vor 2 Wochen war er hier, und es war ein sehr sehr schöner Abend. Gefühlvoll, aufregend, emotional. Wir haben uns ganz liebevoll verabschiedet.
    Das war vor 15 Tagen.
    Nix. Vorgestern war er kurz bei mir auf der Arbeit.
    Allgemeines geplauder , er war total entspannt, mal schauen wann er mal wieder vorbeikommt......
    Ich fühle mich total be....
    Und benutzt, obwohl es ja nie zum äussersten gekommen ist .
    Bin ich der pausenclown ,wenn seine Madame schlechte Laune hat?
    Oder der Lila launebär, der ihm gute Gefühle beschert?
    Er liebt mich,hat sowas noch nie erlebt...
    Männliches geblabber?
    Ich fühl mich richtig mies und benutzt
     
  14. jenny25111

    jenny25111 Erfahrener Benutzer

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    Nachtrag:
    Bitte nicht falsch verstehen:
    Es ehrt ihn,das er meint seine Frau nicht betrogen zu haben, ich weiß nicht wo für ihn da die Grenze ist.
    Und das er sich auf seine Ehe besinnt. Vermutlich, denn wissen weiß ich es nicht.
    Was micch so total auffrisst ist, das er das bestimmt.
    Und wenn er nie wiederkommt,
    Seine Entscheidung? Kein Wort zu mir? Wer bin ich auch schon?
    Mir macht das nix?
    Oder tue ich mir nur selber leid? Ich wusste ja auf was ich mich einlasse....
    Behandelt man einen Menschen so,den man doch vorgibt zu lieben, oder denkt Mann nur an seins?
     
  15. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Hallo, liebe Jenny!

    Du drehst Dich nicht mehr im Kreis, sagst Du zu Beginn. Aber tief gespalten bist Du nach wie vor, oder? Das Treffen vor 14 Tagen bei Dir scheint weitgehend so verlaufen zu sein, wie Du es Dir eigentlich wünschst, nicht wahr? Aber dann eben 14 Tage totales Schweigen von seiner Seite – das bringt Dich dann doch in ganz andere emotionale Sphären, habe ich den Eindruck. Den »Pausenclown« und den Li-La-Launebär spielen zu sollen – so jedenfalls fühlt es sich für Dich ja an – bist Du nicht gewillt. Sondern dieser permanenten »On-Off-Wechsel« hat ja viel eher etwas Verletzendes für Dich als Schönes. Einerseits. Aber dafür, die Reißleine zu ziehen, reicht es andererseits auch nicht…

    Ganz recht: Wo ist die Grenze? Du sagst, dass Du das bei ihm gar nicht einschätzen könnest. Musst Du auch nicht, denke ich. Denn solange Ihr nicht darüber sprecht, solange also kein echter Austausch darüber stattfindet, wirst Du vermutlich nur in Deinem eigenen Saft weiter schmoren können. Die Frage nach der Grenze ist daher, denke ich, nicht die Frage nach seiner Grenze. Sondern nach Deiner. Du spürst, dass die Situation, wie sie momentan ist, nur dann gut ist, wenn Ihr wirklich konkret, physisch, beieinander seid. In den langen Perioden dazwischen geht es Dir mittlerweile alles andere als gut. Wenn man Deinen kleinen Nachtrag genau liest, kommt da ja einiges zum Vorschein: Verstimmung, Verletzung, und vielleicht – endlich? – auch ein Anflug mal von Sich-Wehren, von Aggression. Nicht?

    Was ist nötig, Jenny? Was brauchst Du?


    Liebe Grüße zum Wochenende!
    Achim
     
  16. jenny25111

    jenny25111 Erfahrener Benutzer

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    Nein der pausenclown bin ich wohl nicht. Immer denke ich von anderen schlecht, wenn ich mich nicht wehren kann.
    Er hat das letzte mal wohl Stress gehabt wegen meines Parfüms.
    Sie wusste ja das er bei mir war.
    Ich habe das gespräch gesucht mit ihm.
    Er liebt mich, will mich nicht verlieren, weiß nicht, wie ihm sowas passieren konnte,versteht nicht so fühlen zu können.
    Tja, was soll ich davon halten? Es wird immer intensiver die Gefühle immer tiefer... den Punkt der Trennung längst verpasst... also aufs Schicksal warten?
    Ich habe überlegt ihm das nächste mal vorzuschlagen, das er mit ihr redet. Nicht trennen, ihr nur erklären was los ist.
    Dann könnten sie sich beide um ihre Gedanken machen, sich für oder gegen entscheiden. Oder ist das blöd,,?
     
  17. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Jenny!

    Einerseits kann man beim Lesen nur allzu deutlich spüren, dass es Dir, so groß und schön Deine Gefühle für diesen Mann sind, letztlich nicht gut geht und wie sehr Du daher nach Klärung suchst und ringst. Und das lässt sich ja nicht zuletzt daran ablesen, dass Du vorzuschlagen im Sinn ha(tte)st, dass er mit seiner Frau einmal reden möge, damit wenigstens das Versteckspiel endlich ein Ende finde. Andererseits – nun, ich schaue einmal auf das Datum Deines Ersteintrages hier: Es war der 29.11.2016. Das ist nun also mittlerweile mehr als zwei Jahre her – und war seinerzeit beileibe nicht erst der Beginn dieser ganzen schwierigen Beziehungskonstellation. Und seither – wenn nicht sogar bereits von Anfang an – bist Du in diesem »Film« drin, bei dem sich so schwer unterscheiden lässt, ob es ein guter oder schlechter Film ist, der richtige oder der falsche. Nur eines scheint jedenfalls festzustehen: Es bist nicht Du, die Regie führt. Irgendwie, wenn ich mir das alles noch einmal so recht vor Augen führe, spielst Du zwar mit in dem Film, aber ja weitaus eher eine Statisten- als eine Hauptrolle! Oder? Wie bekommst Du das Heft wieder in die Hand?

    Es gibt so viel dringend Klärungsbedürftiges. Das ist bei ihm, soweit ich das über Dich als Dritte wahrnehmen kann, tatsächlich die Frage, »wie ihm sowas passieren konnte«, die er immer wieder neu und immer wieder neu so vollkommen fassungslos zu stellen scheint. Vermutlich ist die Antwort auf diese Frage vor der Zeit seiner Ehe zu suchen. Und es ist ihm wahrlich zu wünschen, dass er nach Wegen zu suchen in die Lage kommt, dieses vermutlich eher schrittweise Verstehen seiner selbst nachzuholen.

    Und bei Dir selbst? Wenn ich sehe, wie lange Du schon Dich im Kreis herumdrehst, immer wieder neu von Hoffnung erfüllt und immer wieder neu enttäuscht, dann steigt doch unwillkürlich die Frage auf, wie lange Du das noch durchhalten willst und kannst. Ich weiß nicht, ob dieses Forum hier die einzige Stelle ist, an der Du über Deine Situation sprichst. Aber ich denke, es ist an der Zeit, einmal darüber nachzudenken, ob es nicht hilfreich sein könnte, jemanden ins Vertrauen zu ziehen, so richtig »offline«, »live« sozusagen, sei es in einem, sei es in mehreren Gesprächen. Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, einen Termin bei einer Beratungsstelle auszumachen und Dir das einfach mal alles von der Seele zu reden?

    Herzliche Grüße zum 2. Advent!
    Achim