Schlafstörungen

Dieses Thema im Forum "Andere/r Kummer, Sorgen, Probleme" wurde erstellt von Raven, 31 Oktober 2017.

  1. Raven

    Raven Neuer Benutzer

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    31 Oktober 2017
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    Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin,aber ich schreibe es einfach mal auf.Ich habe seit 4 Jahren Schlafstörungen.Ich bekommen nachts nur wenig Schlaf und wenn ich schlafe wache ich mehrmals in der Nacht auf.Ich bin auch sehr oft nächtelang auf.Als es angefangen hat war es ziemlich schwer für mich aber ich habe es akzeptiert und mich damit auseinandergesetzt.Dann,nach 2 Jahren ungefähr,habe ich mehrmals in der Woche immer schlimme Albträume gehabt.Nicht so Leichte sondern wirklich richtig schlimme.Ich hatte jedes Mal Angst wieder einzuschlafen.Später ist es dann so gekommen,das ich Panikattacken bekommen habe.Ich hatte richtige Angst zu schlafen.Hab Herzrasen und keine Luft bekommen.Ich habe mich so oft in den Schlaf geweint.So komisch es sich auch anhören mag,aber ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt.Ich habe immer noch jede Nacht Angst schlafen zu gehen,aber nach 4 Jahren habe ich mich wohl irgendwie daran gewöhnt immer Angst zu haben.Ich habe letztens geträumt,das ich von vielen Männern vergewaltigt wurde und als ich aufgewacht bin hatte ich starke unterleibsschmerzen.Ich war mit den Nerven am Ende und konnte den ganzen Tag nichts mit mir anfangen.Es hört sich für mich so komisch an,weil es eigentlich nur träume sind,aber jedes Mal,wenn ich nach einem Albtraum aufwache weiß ich nicht mehr was Realität und was Traum ist.Ich denke wirklich das die träume real sind.Ich habe es jemandem anvertraut aber er versteht es nicht so wirklich.Er kann nicht nachvollziehen wieso ich Angst habe oder wieso ich jedes Mal Weine wenn ich einen schlimmen Traum habe.Es wird immer schlimmer und ich weiß nicht was ich machen soll.Die träume verfolgen mich den ganzen tag lang.Das alles hat mit 12 angefangen und wird seitdem immer schlimmer.
     
  2. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Raven,

    das ist wirklich ein massives Problem, mit dem Du da zu kämpfen hast – und das schon so lange! Ich bin ganz erstaunt, dass Du diese Alpträume und die Angst vor dem Schlafengehen so lange (er-)dulden konntest, ohne wirklich etwas zu unternehmen. Denn natürlich ist das eine Möglichkeit, darauf zu reagieren: nichts zu tun und sich daran zu gewöhnen. Aber der Preis dafür ist unglaublich hoch, das spürst Du ja auch selbst: ein Leben in Angst vor dem Schlaf, und das auf ich weiß nicht wie viele Jahre oder gar Jahrzehnte hinaus. Alle Freude am Leben und an der Schönheit werden da unerbittlich aufgefressen, stelle ich mir vor.

    Das Gegenteil wäre: aktiv zu werden und Dir Hilfe zu holen. Und das heißt: Dir jemanden zum Reden zu suchen. Einerseits hast Du das ja schon getan, wie Du erzählt hast. Andererseits hat es aber ja überhaupt nichts genützt, weil er Dich und Dein Problem so gar nicht verstehen konnte; wenn ich richtig verstanden habe, dann war er einfach nicht fähig, sich in Deine Situation hineinzufühlen. Es kommt also alles darauf an, den oder die Richtige(n) für solche Gespräche zu finden.

    Natürlich kann ich verstehen, dass Du nach dieser Erfahrung vielleicht nicht gerade erpicht darauf bist, noch einmal mit jemandem zu reden. Aber so wie ich Deine Situation spontan einschätze – und Du hast es ja auch klar genug erzählt –, wirst Du halt mit diesen schweren Träumen alleine nicht fertig – was ich nu wahrlich gut nachvollziehen kann. Hast Du denn also schon einmal in Erwägung gezogen, zu einer psychologischen Beratung zu gehen oder eine Therapie zu beginnen?


    Viele liebe Mutmach-Grüße!
    Achim
     
  3. Raven

    Raven Neuer Benutzer

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    Danke für deine Antwort.Das hat mir sehr geholfen:) Ich habe sogar überlegt meiner Mutter davon zu erzählen,aber ich denke nicht das sie das wirklich ernst nimmt.Ich habe auch mit etwas sehr dummen vor ein paar Monaten angefangen.Ich hab mir immer die Haut aufgekratzt.Es hat mir halt geholfen,weil ich eigentlich ununterbrochen unter Stress stand.Meine Arme und Hände sahen aus als hätte ich einen Unfall gehabt.Die Wunden sind langsam verheilt,aber zum Glück sind die Narben etwas verblasst.Ich würde das zwar am liebsten immer noch machen,aber ich denke dann immer daran,das es mir garnicht richtig hilft,das ich auch ohne das auskomme und das es eine andere Lösung gibt.Ich denke auch immer daran,wie schlimm die Wunden aussahen und Frage mich dann immer,wie ich sowas machen konnte.Letzte Nacht lag ich wieder nur im Bett und habe nur 2 Stunden geschlafen.Ich überlege auch,ob ich nochmal mit jemandem darüber reden.Nochmals vielen Dank für deine Antwort:)
     
  4. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe Raven,

    ja klar, gern geschehen ;)

    Also, ich kann Dir nur Mut machen, nochmal mit jemandem darüber zu reden. Und am besten wirklich mit jemandem, der was davon versteht. Mit jemandem, der (oder die) auch wirklich Zeit hat und sich auskennt. Es müsste ja vielleicht erst einmal überhaupt herausgefunden werden, was eigentlich die Ursache für diese massiven Schlafstörungen ist. (Zumindest hast Du nicht erzählt, dass es Dir bekannt wäre.) In jedem Fall aber kann es Dir, denke ich, wirklich nur gut tun, jemanden zu haben, mut dem Du über all das reden kannst. Und zwar in Ruhe. Und auch über eine längere Zeit hinweg. Aber Du kannst Dich natürlich zunächst auch jederzeit einfach hier wieder im Forum melden. Ok?

    Viele liebe Mutmach-Grüße!
    Achim