Karriere oder Familie

Dieses Thema im Forum "Familie" wurde erstellt von Tamara, 1 August 2018.

  1. Tamara

    Tamara Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    1 August 2018
    Beiträge:
    1
    Hallo liebe es Forennutzer,

    ich stecke momentan in einer Zwickmühle und weiß einfach nicht was ich machen soll...
    Jeder sagt mir das ich auf mein Herz hören soll. Keiner kann mir meine Entscheidung abnehmen, das ist mit bewusst, aber ich trage es schon Monate mit mir herum und zu einer wirklichen Entscheidung bin ich noch nicht gekommen.
    Deshalb möchte ich einfach mal ein par unvoreingenommen und nicht beteiligte Meinungen.
    Was würdet ihr in meiner Situation tun? Oder vielleicht gibt es mir ja auch einen anderen Blickwinkel und somit neue Möglichkeiten.

    Also ich bin Mitte 20, Gesellin in einer größeren Firma und habe einen unbefristeten Vertrag.
    Seit einem guten Jahr bin ich in der Firma Springerin und Reise von Fachgeschäft zu Fachgeschäft. Bin es aber mittlerweile leid, da ich teilweise einen sehr weiten Arbeitsweg habe und größtenteils nur am Wochenende zuhause bin. (Habe einen Firmenwagen und eine Tankkarte aber halt kaum Freizeit)
    Meine Firma kann mir momentan aber keinen anderen Arbeitsplatz anbieten, da wie überall gut besetzt sind.
    Wechseln möchte ich aber ungern, da die Firma in der ich bin wirklich gut zahlt und auch viele Urlaubstage gibt.
    In meiner Umgebung gibt es leider auch nicht so viele Alternative Firmen wo ich anfangen kann und wenn dann haben diese definitiv schlechtere Konditionen.
    Meine Firma hat mir zum Ausgleich den Meister Angeboten. Nur bis ich diesen anfangen kann und bis ich diesen wirklich fertig habe vergehen noch zwei gute Jahre in denen ich weiterhin als Springer arbeiten soll. Und was danach wirklich passiert kann mir natürlich auch keiner sagen.

    Momentan macht mir dieses Rumgefahre und natürlich auch das ich mir darüber den Kopf zerbreche, nervlich zu schaffen.
    Ich bin sehr unkonzentriert. Habe schon einen Unfall gebaut und war auch schon zwei weitere mal sehr nahe dran, da ich nach der Abfahrt und einen 9h Arbeitstag sehr schlecht auf die meist mindestens 45-120 Minütige Heimfahrt konzentrieren kann. Oder ich übernachte die Woche über in Pensionen und komme garnicht erst nach Hause.
    Auch habe ich natürlich immer den Druck, das ich ja nicht einfach mal sagen kann, mir reicht es ich brauch mal eine Woche nervliche Erholung und gehe zum Arzt und lasse mir mal ne Woche Bettruhe verschreiben. Ich hin ja die Urlaubsvertretung und schon für das nächste halbe Jahr ausgebucht. D.h. Krank werden ist gernell sehr schlecht.

    Als Alternative wäre es meine Karriere erstmal über Bord zu werfen und eine Familie zu Gründen. (Vorschlag meines Frendes)
    Mein Freund und ich sind schon seit einiger Zeit zsm und es läuft abgesehen davon das wir eine Fernbeziehung führen sehr gut.
    Wir vermissen uns die Woche über schrecklich und würden beide gern was daran ändern.
    Wenn wir jetzt eine Familie gründen würden wäre ich die nächsten 2-3 Jahre raus aus dem Beruf und vielleicht sieht es danach in meiner Firma mit Arbeitsplätzen in der Umgebung besser aus. Aber ich befürchte das mir natürlich dann keiner so schnell wieder die Chance gibt mich weiter zu Bilden.
    Ich träume schon seit ich 16 bin davon mal eigene Kinder zu haben und mein Traumberuf war auch immer Erzieherin.
    (Habe mich damals aber dagegen entschieden, da ich was machen wollte was nicht jeder lernt)
    Ich möchte definitiv mal Kinder bekommen. Aber ob das jetzt ist oder erst in ein par Jahren wäre mir eigentlich nicht relevant.
    Nur wäre es halt jetzt eine „Lösung“ meiner Beruflichen Zwickmühle.

    Und habe ich zwei Möglichkeiten (die ich zmd im Blickfeld habe)
    Entweder die Karriereleiter hoch klettern und die nächsten zwei Jahre in den sauren Apfel beißen. Nervlich und Psychisch definitiv einer Herausforderung. Und mir viel damals die Ausbildung schon nicht leicht, weshalb ich auch Angst habe es nicht zu schaffen und die zwei Jahre umsonst den Stress auf mich genommen zu haben.

    Oder mit meinen Freund eine Familie zu gründen, „stressfreier“ (zmd was das berufliche angeht) zu leben und mit ihm zsm endlich ein Leben führen zu können. Aber natürlich auch auf vieles jetzt schon verzichten zu müssen. Wie z.B. Reisen und Unternehmungen.
    Und damit enttäuscht ich natürlich auch einige aus meiner Familie die wollen das ich Karriere mache und natürlich auch meinen Chef und meine Arbeitskollegen die sich auf mich verlassen.

    Ich weiß einfach nicht weiter...
    Was würdet ihr tun?
     
  2. Diesel

    Diesel Erfahrener Benutzer

    Registriert seit:
    25 Februar 2018
    Beiträge:
    380
    Hi Tamara, Willkommen im Forum und nach deiner Schreibweise hallo Landsmännin(bin aus Niederbayern)! Du bist in einer schwierigen Lage, die ich verstehen kann da ich auch immer auf Montage war, also Auswärts und das Belastet, habe es aber auch wegen des Geldes getan und als Mann, das ist wieder etwas anderes! Nehme an, der Chef will dich für die Pos. unbedingt halten, den wenn man jemanden alleine Wegschicken kann, dann ist er für den Betrieb besonders Wertvoll und du bist sehr Geschätzt von dem Betrieb! Das mit dem Meister machen, ist auch keine schnelle Lösung und auch sehr Anstrengend, den ich habe ihn auch Gemacht, da musst du dich auf die Hinterfüsse stellen und ist kein Vergleich zur Gesellenprüfung! Aber MACHBAR! Eine Familie gründen ist "Normal", besonders für eine junge Frau, aber für ein Kind, müssen alle beide "Bereit" sein, nicht nur wegen einem anderen Problem eine Lösung! Glaube auch, wenn du mit "Gewalt" eine Lösung suchst, das du in diesem Betrieb keine Chance mehr haben wirst, auch später nicht! Wenn es aber wie du es Beschreibst, an die Gesundheit geht, dann musst du etwas tun und ich würde es mit "POCKERN und BLÖFFEN" probieren beim Chef!!! Chef, ich kann so nicht mehr Arbeiten, will aber im Betrieb bleiben, sollte ich im Betrieb nicht anders Unterkommen, muss ich mir so leid es mir tut, was Anderes suchen! Tut mir Leid, das ich dir nicht mehr helfen kann, wünsche dir aber alles Glück der Welt.