Unpassend...

Dieses Thema im Forum "Andere/r Kummer, Sorgen, Probleme" wurde erstellt von TomTom87, 15 September 2018 um 19:54 Uhr.

  1. TomTom87

    TomTom87 Neuer Benutzer

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    Das Thema Beschreibt ganz gut, wie ich mich fühle.
    Ich heiße Thomas, bin 31 und der Rest ist das "Sonstige", was nicht viel zur Sache beiträgt.
    Warum unpassend und weswegen schreibe ich dennoch hier.

    Ich fühle mich einfach so und ich empfinde auch meine "Kleinigkeiten" unpassend, um darüber zu lamentieren. Aber da mich das ganze immer wieder einholt und meine Stimmung extrem drückt nehme ich das jetzt in die Hand und versuche was zu ändern. Ich weiß nur nicht wie. Wo Anfangen? Was kann ich tun?

    Ich habe eine Therapie wegen Tablettensucht (Schmerzmittel) hinter mir (erfolgreich) mit begleitender Betreuung aufgrund starker Depressionen. (Durch die Medikamente, sagten zumindest die Ärzte) auch relativ erfolgreich.

    Warum Unpassend, was treibt mich um?

    Ich habe mich durch das Forum geklickt und viele Threads gesehen, die Ansatzweise passend gewesen wären. Aber halt nur im Ansatz...
    Was ein Zufall bei dem Thema.

    Wo anfangen?

    Man sagt immer, das erkennen des Problems ist der erste Schritt zur Lösung.
    Hier die Probleme und ich bitte um eure Meinung / Rat oder, falls euch danach ist, einfach um Beistand, dass man nicht allein ist.

    Ich fühle mich oft einsam. Ich mache mir vor, dass ich das will... aber es stimmt nicht.

    Warum dann nicht der Thread Einsamkeit?

    Kontakt zu Freunden hab ich nur noch sporadisch. Da ich seit 10 Jahren nicht mehr in meiner Heimatstadt lebe ist dieser abgeflacht und beschränkt sich auf meine Kontaktversuche und gelegentliches treffen. Diese sind aber nicht wie früher, da jetzt immer die Freundin / Ehefrau mit dabei ist.

    Ich habe jedoch sehr gute Freundinnen. Ich kann sie jederzeit anrufen und besuchen. Sie haben immer ein offenes Ohr für mich und melden sich auch.
    In der Arbeit habe ich sehr viel Menschenkontakt. Ich kann mich also hier nicht beschweren.

    Ich fühle mich trotzdem, als ob mir was fehlt. Meine Damen meinen immer, ich soll mir endlich mal wieder eine Freundin suchen.
    Warum nicht Beziehung / Partnerschaft?

    Ich glaube, dass ich extrem schwierig in einer Beziehung sein würde. Nach mehreren Jahren Single und den extrem Gescheiterten Beziehungen inklusive häuslicher Gewalt, Alkoholmissbrauch und dem "geringen" übel des Fremdgehens von der weiblichen Seite sage ich Knallhart was ich nicht will und verfalle in "Schema F" sobald mir Warnzeichen erscheinen. Das schreckt ab und führt auch dazu, dass ich mich selbst sabotiere.

    Klingt doch nach den beiden oben genannten Themen...

    Daher unpassend. Ich bin immer wieder an dem Punkt, wo ich meine Probleme kleinrede, sie verpacke und wegschließe.
    Sind doch nur Kleinigkeiten. Selbst jetzt denke ich, dass da kein Problem ersichtlich ist. Es sei unpassend hier zu schreiben und anderen die Zeit zu stehlen.

    Vieles ist glaube ich Neid und damit einhergehender Unzufriedenheit. Dabei geht es mir eigentlich, bis auf körperliches, ziemlich gut.
    Ich habe einen Job, ein Dach über dem Kopf und Menschen, die mir alles bedeuten.

    Ich habe einfach das Gefühl, anderen zur Last zu fallen. Sie zu stören / Belasten wenn ich mich melde. Ihnen die Zeit zu stehlen, die sie am liebsten mit anderen Leuten / Dingen verbringen würden.

    Warum dann nicht Unsicherheit?

    Ich bin gut in meinem Beruf und ich Liebe, was ich mache. Ich bekomme hier auch oft Bestätigung. Ist also keine Selbstüberschätzung.


    Um auf den Punkt zu kommen.. Es ist Zuviel. Kleinkram, ja, aber Zuviel.

    Ich sehe immer nur die Fehler meinerseits, die Erfolge anderer und definiere mich derzeit nur über meinen Beruf. Ich verkrieche mich bei Fehlschlägen extrem schnell und scheue Kontakt. Fühle mich unpassend.
    Rapple mich hoch und wenn ich glaube, das eine abgearbeitet zu haben macht mir mein Körper einen Strich durch die Rechnung. (Mehrere Operationen und Folgeerkrankungen)

    Ich versuche das Ganze immer wieder mit mir selbst auszumachen, komme aber nicht voran. Jetzt wo ich das ganze niedergeschrieben habe weiß ich gar nicht mehr, ob ich überhaupt einen Sinn in dem Text sehe.
    Ich hoffe ihr könnt einen daraus lesen und mir zumindest einen Anhalt geben, wo ich ansetzen sollte.
    Danke für eure Zeit.
     
  2. Diesel

    Diesel Erfahrener Benutzer

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    Hi Tom Tom, ich möchte dich Herzlich Willkommen heissen bei uns im Forum. Dann eine Anmerkung zu mir, ich bin nicht der große Philosoph im Schreiben, hoffe aber das du mich Verstehst. Aus dem Grund, warum du Geschrieben hast, sind wir fast alle hier und Versuchen uns Gegenseitig zu helfen. Wie ich lesen konnte, hast du mit deiner Beziehung ein bischen Pech gehabt und natürlich hat man da danach Berührungsängste, Ängste kann man am besten Abbauen, wenn man sich ihnen Stellt. Das ist natürlich einfach Gesagt von der Ferne, ich denke da an meine Depression, ging Monate nicht aus dem Haus, bis ich mich dazu Zwang und jetzt geht es einigermaßen, das hat natürlich Gedauert und Überwindung gekostet. Ansonsten kann ich dir nur noch Empfehlen, deine Gedanken hier im Forum Vorzutragen und wir Versuchen Gemeinsam zu helfen. Jetzt aber das Positivste an deiner Geschichte, deine Arbeit, du hast Arbeit und da bist du Gut darin, Super, da kann man Aufbauen, da kann man sich Hochziehen, da freue ich mich für dich, genau das ist der wichtigste Punkt, eine Aufgabe zu haben, noch dazu wenn diese einen Freut! Deine Gedanken ansonsten, teilen wir alle und wir Versuchen sie Gemeinsam zu Bekämpfen! Das wäre Vorerst alles was ich dir zu sagen hätte und denk daran, immer den Blick nach vorne richten!
     
  3. TomTom87

    TomTom87 Neuer Benutzer

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    Hi Diesel. Danke für die ermunternden Worte. Ich bin der Meinung, dass man sich Gegenseitig helfen muss, sich selbst zu helfen.
    Das mit dem Job hat einen Haken. Nächstes Jahr April kommt mein Nachfolger. Wo bzw. in welchem Bereich es danach für mich weiter geht entscheidet sich erst in den nächsten Monaten.
    Darüber zu schreiben und andere Sichtweisen zu lesen wird hoffentlich helfen die Probleme in kleine, bewältigbare Häppchen zu zerteilen. Aber noch weiß ich nicht, wo ich anfangen soll. Die Angst meine Freundinnen mit meinen Problemen zu vergraulen hat mich hier anfangen lassen.
    Wie hast du es z.B. geschafft, aus dem Haus zu gehen?
     
  4. Diesel

    Diesel Erfahrener Benutzer

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    Guten Morgen TomTom, ja das war und ist ein hartes Stück Arbeit, zurück in die "Menschheit" zu finden! Konnte nicht mehr ans Telefon gehen, zucke jetzt noch Zusammen wenn es Läutet, konnte oder wollte mit niemandem Reden, der einzige mit dem ich noch Gesprochen habe, war Gott, der wiederum hörte mich nicht, da er genau wusste, das ich ihn nur in der Not brauchte! Irgendwann hatte ich einen positiven Traum und hatte gut Geschlafen, Wachte so gegen 4uhr auf, es fing schon an zu Dämmern, da dachte ich, das kann doch nicht so weiter gehen, nahm meinen Hund(Altdeutscher Schäfer) und ging Spazieren. Wie herrlich das war, was ich Verpasst habe, wenn es Tag wird, die Natur erwacht, der Hund freute sich und ich wusste, um diese Zeit ist keiner Unterwegs, das du eine Unterhaltung führen musst. Natürlich Wiederholte ich das des Öfteren, dann ist der Ultimative Wahnsinn eingetreten, es war ein Jäger unterwegs und ich konnte ihm nicht mehr Ausweichen, einer aus meiner Ortschaft, der wusste was mit mir Los war. Er begann eine ganz lockere Unterhaltung und siehe da, ich konnte wieder Reden, als ob der Schock, den ich hatte, alles Verdrängte, war aber wieder froh als er Weiterging, freute mich aber, das "Überlebt" zu haben! Als nächstes zwang ich mich, auf den Hundeplatz zu gehen, den ich war wieder so weit, bei Leuten sein zu wollen, nahm aber den Hund mit, damit ich nicht "Alleine" war, da bist du zwar auch "Einsam", den du kennst die Leute zwar, kannst dich aber nicht richtig Zugehörig fühlen. Nach einiger Zeit, fühlte ich aber, das es mir Gut tut, konnte es aber nur "Aushalten", wenn nicht zu viele Leute waren, ansonsten musste ich Flüchten! So nach und nach löste sich meine Phobie gegen die Menschheit zum Erträglichen, ein letzter Freund der mir Geblieben ist, besuchte mich des Öfteren, als er hörte, das ich wieder unter Leute gehe, wir fuhren zum Fischen, Pilze sammeln und Redeten und ich konnte wieder Reden! Nach dieser "Heilsamen Erfahrung" ging ich dann auch mal in die Wirtschaft, zwar nicht Stunden, aber immerhin, ich war unter Leuten! So bin ich meinem eigenen Gefängniss entflohen und meiner Angst gegenüber Getreten, die ich zwar noch nicht ganz Überwunden habe, glaube auch, das ich das nicht mehr Schaffen werde, aber ich habe der Angst einen "Kinnhacken" gegeben, um mein Leben Erträglich zu machen! Jetzt habe ich auch noch "schlechte Tage", schöpfe aber aus den guten Tagen Hoffnung, den sonst wird man noch "Verrückter" als man so schon ist! Gruß Diesel
     
  5. Diesel

    Diesel Erfahrener Benutzer

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    Hi TomTom, was du Erzählst mit deiner Arbeit, ist zwar nicht Schön, aber das ist nicht JETZT, konzentriere dich auf deine Aufgabe und mache diese Gut, dann musst du dir nicht Vorwerfen, falls das "Schlimmste" eintritt! Natürlich macht man sich Sorgen um die Zukunft, das tut jeder, aber, du sagst selbst, du bist Gut in deinem Fach, warum sollte man dann auf so einen Mann Verzichten, das ginge über jede Unternehmerische Denkweise hinaus! Selbst wenn, du bist Jung, hast einen Beruf, du hast alle Türen offen, du musst nur eine neue Herausforderung Annehmen, was für einen Jungen Menschen nicht das große Problem sein dürfte, Flexibel zu sein, Agil, Dynamisch, das kann ein Junges Leben nicht nur Anstrengen, sondern auch Spannend, Reizbar, Lebenswert machen! Denk daran eine Türe fällt zu und zwei Öffnen sich! Viel Glück für dein Leben.