wieso hört es nicht auf

Dieses Thema im Forum "Depression, Sinnkrise, Unzufriedenheit" wurde erstellt von henry, 6 November 2018.

  1. henry

    henry Benutzer

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    hey leute
    ich weiss ich komme immer mit dem selben scheiss, aver es wird einfach nicht besser.
    ich vermisse sie so, neinen hund, mein zuhause. jetzt hat sie gesagt das ich meinen hund gar nicht holen darf...
    es tut einfach nur alles weh und das schon so lange
    ich will blos das es esndet, das ich sie vergessen kann, ubd wieder leben kann.... ich will blos m3inen hund zurück.
    es geht mir mittlerweilen so schlecht das ich mir überlege medikamente zu nemen, und eigentlich würde ich lieber sterben als pillen zu schlucken... aber langsam sehe ich nur noch diese beiden optionen: pille oder klinge
    ich meine ich finde es ist schwachsinn sicj wegen einer frau (oder einem mann) das leben zu nehmen, aber es tut einfach nur noch alles weh. egal was ich mache ich vermisse sie und mein zuhause so sehr. ich kann kaum noch klar denken. ich habe angst und weiss nicht wieso. ich hab solches heimweh ich kann trunken oder drogen nehmen und es nützt nichts. ixh kann arbeiten oder zocken nichts lenkt mich ab... ich weiss nicht mehr weiter
     
  2. Misterio

    Misterio Benutzer

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    Dafür gibt es eine Telefonnummer: 112

    Ruf dir einen Rettungswagen und lass dich in die Klinik fahren. Da wirst du dann stationär stabilisiert und kannst die Probleme, die du hast, angehen.

    Wenn du keine Pillen willst: okay. Kann dich keiner zwingen aber es gibt Alternativen. Gesprächs- und Verhaltenstherapie z.B.

    Professionelle Hilfe bekommst du akut in der Notaufnahme des Krankenhauses also los.
     
  3. henry

    henry Benutzer

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    das nützt auch nichts, das macht alles nur noch schlimmer.
     
  4. Kleinlok

    Kleinlok Erfahrener Benutzer

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    Lieber Henry,


    wenn es einem mies geht, dann sollte man mit seinen Problemen nicht alleine bleiben.
    Überlege dir das bitte mit der Notaufnahme bzw. der Telefonseelsorge. Es ist wichtig, dass wir jemanden haben bzw. finden, mit dem wir reden können. Wenn wir mit unserem Kummer alleine bleiben, dann kann es vorkommen, dass wir unsere Situation und unseren Kummer sehr einseitig wahrnehmen und wir damit nicht klar kommen. Mit anderen reden kann dann hoffentlich nützen auch andere Perspektiven kennen zu lernen, was einem dann hoffentlich neuen Mut verleihen kann. Verstehst du, was ich damit zum Ausdruck bringen möchte?

    Liebe Grüße, Thomas
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 November 2018
  5. henry

    henry Benutzer

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    ich verstehe dich, thomas aber das leiden hört dadurch nicht auf... ich weiss meine problemchen sind albern aber ich habe einfach nichts mehr wofür es sich lohnt zu kämpfen, und stark zu bleiben
     
  6. Kleinlok

    Kleinlok Erfahrener Benutzer

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    Ich kann dich da auch verstehen, aber so wie du momentan das Leben wahrnimmst, dass ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Damit will ich sagen, dass für dich in deiner jetzigen Lage deine Probleme so sehr bestimmend sind, so dass die vermutlich das überdecken, wofür es sich auch für dich lohnen würde, dass du dafür kämpfst. So eine Entwicklung ist leider normal für Lebenskrisen und Phasen von Liebeskummer- wir können dann oft nicht mehr so wirklich klar erkennen, was alles im Leben möglich ist bzw. möglich sein könnte, weil der Kummer unsere Wahrnehmung und unser Empfinden so stark bestimmt. Das kann dann dazu führen, dass solche Phasen schwer zu ertragen sind und das scheint aktuell auch dein Problem zu sein.(?).

    Das kann aber bedeuten, dass es sehr wohl Dinge gibt, die für dich wichtig und lohnenswert sein können, auch wenn du diese aktuell nicht erkennen kannst. Bitte versuche daran zu denken. Es wird eine Zeit nach dem Liebeskummer geben, wo du wieder vieles mit ganz anderen Augen sehen kannst.

    Du hast deinen Beitrag mit der Frage überschrieben, wieso es nicht aufhört?

    Die Fragestellung ist auf Grund deiner momentanen Lage sehr verständlich, aber sie ist dann auch sehr auf die Gegenwart bezogen. Dein Kummer kann aufhören. Es wird vermutlich Zeit brauchen, aber dein Kummer kann sich reduzieren und wird irgendwann nicht mehr dich und dein Leben negativ betreffen können, wenn du ihn dann überwunden hast. In gewisser Weise hast du es somit auch ein Stück weit in deiner Hand, wie lange das dauert. Wenn du aktiv versuchen würdest, aus deinem Seelentief zu kommen, dann könnte dieser Prozess weniger Zeit brauchen als wenn du alleindarauf hoffst, das es irgendwann auf hören wird.

    Das hört sich vielleicht anstrengend für dich an und das kann leider auch anstrengend sein. Wie lange du jedoch an deinem Kummer leiden wirst, das kann und wird auch von dir abhängen. Dass man in der ersten Zeit der Trauer da meist wenig hinbekommt das ist natürlich. So geht es vielen Menschen und dafür muss man sich nicht schämen. Aber wir sollten versuchen, jede kleine Möglichkeit, die sich bietet, aktiv nutzen, damit wir auf andere Gedanken kommen und neues in unserem Leben entwickeln können. Dieses neue kann uns dann helfen, dass das Alte unser Leben nicht mehr so bestimmen muss, dem wir nachtrauern weil wir es verloren haben. Ein Abschied tut oft weh, es kann aber in ihm auch eine Chance zu einem Neubeginn liegen, der unserem Leben wieder einen Sinn geben kann.

    So grundsätzlich das wichtig und richtig sein kann, kann es gerade in den Zeiten von Liebeskummer allgemein sehr schwer fallen, diese Chance zu erkennen und zu verwirklichen. Wir trauern dem nach, das nicht mehr ist weil es uns so wichtig erscheint und weil wir uns möglicherweise gar nichts anderes vorstellen wollen. Das kann den Einsatz neues zu wagen reduzieren. Folge kann dann aber sein, dass wir länger als notwendig an dem Verlust leiden, weil unsere Gedanken an das Verlorengegangene und den Blick auf Neues verstellen, das unserem Leben wieder einen Sinn geben könnte.

    Kannst du mich da verstehen?

    Das Alte loslassen (zumindest in Teilen) und Neues wagen kann sehr schwer fallen, wenn man so sehr dem Alten nach trauert, aber vielleicht versuchst du parallel zu der aktuellen Tauer dir Pausen zu gönnen, in dem vom Alten zu Neuem blickst?

    Liebe Grüße, Thomas
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 November 2018 um 13:39 Uhr
  7. henry

    henry Benutzer

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    aber ich will nicht loslassen ich will das es wieder wie früher wird...
    und ja du hast recht ich sehe nichts in meinem leben das noch sinn hat, ich sehe nichts das es wert ist etwas dafür zu tun. ich habe nicht nur meine freundinn verloren, ich habe meinen hund verloren, mein zuhause. ich habe letztentlich fast alles verloren was mich ausmacht. ich weiss anderen leuten geht es viel schlechter und sie jammern nicht so, aber ich kenne diesen schmerz nicht. klar ich wurde früher schon entäuscht und ich wurde als kind umhergeschickt, von heim zu heim aber hier jatte ich emdlich wieder ein zuhause...
    und ich weiss das der schmerz wieder aufhört ich weiss nur nicht ob ich es schaffe durchzuhalten bis es aufhört.
    ich werde mich vermutlich wieder besseren wissens in die geschlossene einweisen. vermutlich wird dies alle meine "karierepläne" zerstören aber ich habe eh keine chanzen irgendwas aus mir zu machen
    wie dem auch sei vielen dank für deine hilfe und deinen wirklich langen text
     
  8. Diesel

    Diesel Erfahrener Benutzer

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    Hi Henry, ich kann deinen Schmerz schon Nachvollziehen und Verstehen, den auch ich hatte etliche Nackenschläge zu Verarbeiten. Aber das was jetzt ist, hast du nicht mehr in deinen Händen und du kannst dich jetzt Aufrappeln und Stärker werden, durch die Erfahrung, neu Beginnen, was bestimmt ein schwerer Weg ist, oder wie du es gerade machst, dich selbst Zerstören, dies beiden Möglichkeiten hast du zur "Freien Auswahl"! Freie Sicht auf die Dinge hat man, wenn man etwas Los lässt und Akzeptiert, so wie du jetzt Schreibst, hast du einen "Tunnelblick" und trittst auf der Stelle, was dich nicht weiter bringt! Warum Besinnst du dich nicht jetzt, in der schwersten Zeit, auf deine Stäken um Erfolgserlebnisse zu haben, die Tiefschläge überwinden helfen, das ist nur ein Ausgleich aber für dich jetzt die Ablenkung und Hilfe zu Verarbeiten. Die Welt ist so "Knallhart", wie in der Natur, FRESSEN oder GEFRESSEN werden und du wirst momentan GEFRESSEN, willst du das? Ja, das kann aber nicht dein Ernst sein, oder? Ich Glaube an dich, an deine Stärken, an deine Karriere, an ein neues Leben für dich! Tue du es auch und KÄMPFE, wenn es auch Weh tut! Eine schöne Woche wünsche ich dir.
     
  9. Diesel

    Diesel Erfahrener Benutzer

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    Dieser Beitrag soll für alle Gelten, ich würde jeden gerne Helfen, selbst unter Aufgabe meines Lebens, den ich habe mein Leben Gelebt! Mein Leben war ein einziger Kampf, aber ich habe mich nie Aufgegeben, als die Krankheit dazu kam, wurde es fast Unerträglich und ich habe Trotzdem Gekämpft! Sicher hat jeder sein "Kreuz" zu tragen, der eine mehr, der andere weniger, aber dadurch ist das Leben nie Langweilig und immer eine Herausforderung! So viele Menschen Kämpfen und Kämpfen, werfen die Flinte nicht ins Korn, das sind keine Übermenschen oder Bessermenschen, nein, die nehmen das Leben und Schicksal an und zeigen die Stirn und Faust her. Nach dem Motto, was uns nicht Umbringt, macht und Härter und Recht haben sie, dem das Leben ist ein ewiger Kampf und kein Kindergeburtstag!
     
  10. Kleinlok

    Kleinlok Erfahrener Benutzer

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    Ich denke im Grundsatz so ähnlich. Mein Leben fällt mir schwer, teils auch sehr schwer. In den schwer depressiven Phasen denke ich auch bisweilen, dass ich lieber tot wäre. Das sind dann vermutlich nur so Gedankenspiele, letztendlich will ich mein Leben annehmen und als Chance zur Bewährung nutzen, auch wenn es in den schweren Zeiten mir so vorkommt, dass ich mein Leben nur mehr durchstehen muss. So anstrengend das für mich ist, ich versuche das sportlich zu nehmen und das gibt mir dann so ein wenig was von meiner Würde zurück. Vielleicht wäre so eine Einstellung für dich auch den Versuch wert Henry?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 November 2018 um 18:07 Uhr
  11. henry

    henry Benutzer

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    ich habe lange überlegt was ich schreiben soll.
    ich will nicht mehr kämpfen, für nichtw und niemanden mehr! nie wieder! aber ich muss wohl oder? immerhin sind wir kelten ein volk von kriegern...
    villeicht wird aus dieser scheisse die sich leben nennt irgendwann was
    ich danke euch nochmal
     
  12. Kleinlok

    Kleinlok Erfahrener Benutzer

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    Lieber Henry,

    ich wünsche dir, dass aus dieser scheisse die sich leben nennt irgendwann etwas Gutes für dich werden kann, auch wenn du dir das vermutlich im Moment nicht gut vorstellen kannst. Du bist noch sehr jung und auch du hast ein gutes Leben verdient. Dafür müssen wir jedoch etwas tun bzw in den schweren Momenten unseres Leben für eine Besserung uns einsetzen- bisweilen regelrecht kämpfen. Das kann uns leider sehr schwer fallen und es kann Momente geben, da scheint uns das unmöglich bzw. aussichtslos. Solche Momente sind bitter, können aber zum Leben dazu gehören und niemand braucht sich solcher Momente zu schämen, wo er sich schwach und unfähig fühlt.

    Nur sollte ein solcher Zustand, der von (scheinbarer) Auswegslosigkeit, mangelnden Antrieb und Trauer gekennzeichnet ist, nicht allzu lange andauern. Wie gesagt kann ein solcher Zustand natürlich sein und einen ergreifen, wir sollten jedoch mit der Zeit versuchen diesen schweren Zustand zu verlassen. Das mag dir schwer erscheinen, es ist aber möglich. Versuche an die Dinge zu denken, die dir in deiner jetzigen Situation Mut machen können Irgendwas kann da gehen, wenn wir danach suchen. Fu bist jung und kannst noch jede Menge gute Dinge erleben.

    Ich kann verstehen, dass du vermutlich an so etwas im Moment nicht gut denken kannst(?).

    Du hast ein Zuhause verloren, das für dich sehr wichtig war und wohl immer noch wichtig ist.
    Gerade nach den lieblosen Erfahrungen in deiner Kindheit (wenn ich das richtig behalten habe?) war dieses Zuhause für dich vermutlich eine gute Zuflucht- umso bitterer wenn das nicht mehr da für dich ist. Aber du wirst ein neues Zuhause finden können und das wäre gut so, denn ein Zuhause braucht jeder Mensch.

    Darfst du deinen Hund noch besuchen?

    Liebe Grüße, Thomas
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 November 2018 um 20:52 Uhr