Zwangsgedanken

Dieses Thema im Forum "Kummer, Sorgen, Probleme" wurde erstellt von Heartbeat, 30 März 2019.

  1. Heartbeat

    Heartbeat Neuer Benutzer

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    30 März 2019
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    2
    Hallo liebe Leute,

    ich bin neu hier und bin aus einem bestimmten Grund. :(

    Ich leide leider unter Zwangsgedanken und angstgefühle.

    Ich bin leider jemand der gerne an alte Dinge festhält und niemals loslassen kann. Nun mein problem ist dass ich beim Umzug ein Wertvolles Video verloren habe nämlich ich war 6 Jahre alt und mein Vater hatte für mich eine Geburtstagsparty geschmissen. Mein Vater ist leider verstorben und beim
    umzug hab ich nicht an das video gedacht und hab es mit anderen kassetten wegesschmissen. Damals litt ich auch sehr unter panikattacken sodass ich nix anderes im Kopf htte.

    Ich bereue es sehr und kann diese Zwangsgedanken nicht loswerden und vorwürfe die ich mir mache. Mir geht es so schlecht danei dass ich kaum schlafen kann weil ich niemals das video zurückholen kann :(

    Ich hoffe jemand kann mir ein paar tipps geben wie ich es loslassen kann :(

    Danke sehr lg
     
  2. Achim

    Achim Sehr erfahrener Benutzer

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    Liebe »Heartbeat«,

    Vielleicht ist jemand versucht zu sagen: »Eine alte Videokassette, was ist das schon?« Aber es ist eben nicht irgendeine beliebige, austauschbare Kassette gewesen, sondern auch wenn es Deine Geburtstagsparty war, die da gefilmt worden war, so geht es ja doch beinahe nicht um Dich, sondern darum, dass ‒ weil sie von Deinem Vater aufgenommen worden war ‒ sie ihn oder einen ganz wichtigen Teil von ihm für Dich nahezu verkörperte. Und nun, da er gestorben ist und Dir vielleicht nur noch ganz wenig, ganz wenige Gegenstände von ihm geblieben sind, in denen er Dir noch nahe sein kann, ist das verständlicherweise ein sehr schmerzhafter Verlust! (Wie lange ist sein Tod denn mittlerweile her? Wenn Du möchtest, kannst Du auch kurz sagen, wie alt Du inzwischen bist.)

    Als ich ein wenig über Deinen Eintrag nachgedacht habe, ist mir eine ganze Reihe von Fragen in den Sinn gekommen. Zum Beispiel, wie Deine Beziehung zu Deinem Vater insgesamt war. Oder auch, welche Situationen und Erlebnisse mit ihm Du als besonders schön in Deiner Erinnerung aufbewahrst. Und die andere Frage bezieht sich eher auf Deine Familie: Wie gehen denn Deine Mutter (und vielleicht Deine Geschwister) mit ihrer Traurigkeit, mit ihrer Trauer um? Könnt Ihr über all das reden ‒ und darüber, wie Euch innerlich zumute ist?


    Viele liebe Mutmach‒Grüße!
    Achim