Meine aktuelle Situation.

Dieses Thema im Forum "Kummer, Sorgen, Probleme" wurde erstellt von CorruptedPerson, 13 Juli 2019.

  1. CorruptedPerson

    CorruptedPerson Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    13 Juli 2019
    Beiträge:
    1
    Hallo,
    Ich mach im Moment eine schwere Zeit durch und dachte, ich könnte mich hier in einem Forum öffnen.

    Hier sind einige wichtige Infos über mich/Meine Familie:
    Ich bin die Ältere von zwei Kindern, meine Eltern leben zusammen. Ich bin 16, meine Schwester ist 14. Ich bin seit bald 4 Jahren in Behandlung und es wurden bereits 3 Tests an mir durchgeführt. Bei einem wurde vor zwei Jahren eine Autismusspektrumstörung, besser bekannt unter dem Namen Aspergersyndrom, diagnostiziert. Sprich: Ich habe Probleme im Sozialen Bereich mit Kommunikation etc. Und muss seit dieser Diagnose (mehr oder weniger) regelmässig zur Psychiaterin.
    Aber nun zu meiner Geschichte (könnte ein wenig länger werden, ich kann mich nicht kurz halten)

    Es fängt alles in meiner Kindheit an. Meine Mutter ist ebenfalls wie ich die ältere von zweien und wurde schlechter behandelt als ihre kleine Schwester (meine Tante und Patin, die ich im Verlaufe der Geschichte „Gotti“ nennen werde.). Dies lässt sich heutzutage auch auf meine Familie übertragen. Ich werde viel schlechter behandelt und meine Schwester ist das Prinzesschen. Jedes Mal, wenn irgendetwas nicht läuft, wie meine Mutter möchte, fängt sie an, zu fluchen. Aufgrund meines Autismus reagiere ich EXTREMST auf Wörter, Geräusche, Gerüche etc und ich bin nicht scheu, es zu sagen. Also sage ich meiner Mutter öfters mal, dass sie nicht so schreien soll, doch sie versteht es nicht und schreit weiter und sieht sich so lange als Opfer, bis ICH mich entschuldige. So zB auch eine Situation, dass ich in einer Zeit, in der der Autismus noch nicht bekannt war, immer wieder die Phrase „Bitter“ für etwas benutzte, dass nicht gut war. So waren wir eines Tages am Tisch und assen, während meine Schwester irgendetwas erzählte, was nicht so gut lief. Ich habe dann so nebenbei „bitter“ gesagt, habe mich kaum geachtet und meine Mutter stand auf, schlug auf mich ein, stiess mich vom Stuhl und trat auf mich ein, während meine Schwester und mein Vater nur zu sahen und REIN GAR NICHTS taten. Sie ist immer noch der Überzeugung, dass sie nichts falsch gemacht hat und diese Schläge notwendig waren.

    Sie hat mir gedroht und tut es mittlerweile immer noch, dass wenn ich irgendjemandem erzähle, dass ich schlechter behandelt werde, oder dass ich beleidigt werde usw (ihr wisst, auf was ich hinaus möchte), dann werde sie sich von meinem Vater scheiden lassen, in eine andere Wohnung ziehen oder sich sogar umbringen.

    Sie ist so ein Egozentrischer Mensch, dass sie allen von ihren Krankheiten und Schmerzen und so erzählt und uns (meine Schwester und mich) schlechter macht, um sich besser dar zu stellen und Mitleid zu bekommen. zB hat sie an einem Geburtstag mit einer Frau, die sie an diesem Abend kennen gelernt hatte, über ihren Magenbypass gesprochen (das Thema kommt noch) und hat uns schlecht dargestellt, um das Alphatier zu sein. Ja, jeder steht gerne im Mittelpunkt und wird gerne beachtet, aber sobald es 2 Sekunden nicht mehr um meine Mutter geht, macht sie irgendjemand anderes schlecht, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Meine Schwester ist nicht dumm und kann auch selber denken. Sie kapiert alles, was meine Mutter sagt und hasst diese Frau so sehr wie ich.

    Doch das ist nicht alles. Wie erwähnt: Empfindlichkeit gegenüber Geräusche. Zwei Geräusche, die ich nicht leiden kann und bei einem bekomme ich Panikattacken: Auf die Gabel beissen während dem Essen und Erbrechen (Geräusch, zuschauen, selber, alles ist ein Auslöser für Panik)

    Ich kritisiere halt auch meine Mutter, ich meine, erstens bin ich intelligenter als der Rest meiner nahen Familie (das ist weder Arrogant gemeint noch meine ich damit, dass ich in 2 Sekunden ausrechnen kann, was 64 mal 16271711 ergibt, sondern dass ich weiss, dass Lügen schlecht sind, oder dass wir mit Fleischkonsum dem Planeten schaden etc. Ihr versteht.) und zweitens sehe ich keinen Unterschied, wenn ich Fehler eines Verwandten, einer Freundin, einem Fremden oder einem bekannten Politiker kritisiere. Es macht keinen Unterschied, wer den Fehler begangen hat, ich kritisiere es bei jedem.

    Und so habe ich das schon mehrere Male meiner Mutter gesagt, dass ich das Geräusch des auf die Gabel beissen hasse, aber sie macht es sogar noch, um mich zu nerven. Dazu muss man wissen, dass meine Mutter einen Magenbypass durchgeführt hat und wenn sie zu viel oder zu schnell isst wie auch sich aufregt vor/während/nach dem Essen, muss sie erbrechen. Und dann passiert das nicht selten, dass sie extra zu viel oder zu schnell isst, weil sie weiss, dass ich so eine Panik vor dem Erbrechen habe. Und dann, wenn sie weiss, sie muss erbrechen, dann macht sie so Sprüche wie „Oh, ich muss gleich rechts ran fahren und meinen Inhalt auslehren“ oder „Mir liegt etwas auf dem Magen“. Ihr versteht? Und sie weiss es, macht es aber mit Absicht. Ich habe schon mal 24 Stunden in meinem Zimmer verbracht, weil ich meine Mutter erbrochen gehört habe und ich keinen Schritt aus meinem Zimmer machen wollte wegen Panik. Ich habe in eine Ecke meines Zimmers gepinkelt, so Panik hatte ich.

    Sie stellt sich in jeder Situation als Opfer dar, wo es nur geht. So zum Beispiel habe ich halt einen Fehler kritisiert (ich weiss leider Gottes, nicht mehr genau, was, aber es war eine Kleinigkeit) ich weiss nur noch, dass sie mir dann etwas offensichtliches gesagt hat und ich nur so gemeint habe „Ja, das weiss ich. Ich bin Autist und nicht dumm.“ danach lief ich die Treppe nach oben und habe meine Mutter gehört, wie sie meinem Vater, der bei 99% dieser Fälle auf meiner Seite steht, sagt: „Wähh, immer nur müssen alle auf mich schiessen! Ich bin das Arschloch der Familie und jeder möchte mich wütend und weinen sehen. Würde mich mal wundern, was ihr ohne mich machen würdet! Mit solchen Scheisskindern werde ich keine 50 und die sind der Grund, warum wir uns irgendwann scheiden werden. Ich bringe mich bald um“ und mein Vater hat einfach alles stehen und liegen lassen und ist zurück zur Arbeit gefahren, weil er kein Bock auf diese Frau hatte. Ich habe mich nicht entschuldigt, weil ich meiner Meinung nach keinen Fehler gemacht habe und meine Mutter hat sich nicht entschuldigt, weil sie ein egozentrischer, narzisstischer Mensch ist und lieber böse auf jemanden ist, als sich zu entschuldigen. Nach der Arbeit war sie immer noch böse auf mich und ich musste mich bei ihr entschuldigen, weil die liebe Frau „Ich bin das Opfer der Familie“ keinen Fehler in sich gesehen hatte, und mein Vater mir gesagt hat „entschuldige dich bei deiner Mutter, auch wenn du nichts falsch gemacht hast.“ und meine Mutter hat sich wie eine Königin gefühlt, da ich „nachgegeben“ habe und mich entschuldigt habe.

    Ich nehme Tabletten, die dafür helfen, dass ich weniger nachdenke. (Ist eigentlich ein Medikament gegen Schizophrenie, wird aber für meinen Autismus, wie auch meine Panik verwendet. Wie das gehen soll, keine Ahnung.) Ich bin ohne diese Tabletten äusserst Suizidal weil ich eben zu viel nachdenke. Wir haben die Dosis von 3 Tabletten auf 2,5 gesenkt, da es mir in der Letzten Zeit wieder ein wenig besser geht. Und meine Mutter hat mir einen Tag so gefragt: „Möchtest du die Dosis nicht auf 2 Senken?“ und ich habe dann so geantwortet „Nein, ich bin mit der Dosis von 2,5 zufrieden und möchte so weiter machen.“ und schon ist sie ausgerastet und hat geschrien: „IMMER NUR MUSS ES NACH DEINER NASE GEHEN! NIE WIRD AUF MICH GEACHTET!“ dann habe ich zurück geschrien und gemeint „ES SIND ZUFÄLLIGERWEISE AUCH MEINE TABLETTEN UND MEINE GESUNDHEIT?!“ danach ist sie einfach gegangen und ICH musste mich entschuldigen, das ganze hatten wir bereits.

    Aber das Highlight ereignete sich letztes Jahr. Ich habe nach einem Streit rot gesehen und war so verzweifelt, dass ich zu meinem Gotti gefahren bin (12 km von meinem Zuhause) und habe ihr alles erzählt. Sie ist dann mit mit nach Hause gefahren und wir zwei haben sie zur Rede gestellt. Sie hat sich ihre Fehler vor meinem Gotti eingestanden, aber als sie dann wieder weg fuhr und ich mich schlafen gelegt habe, hat mich meine Mutter um 3 Uhr Morgens geweckt, hat sich vor mir den Finger in den Hals gesteckt, hat in die Toilette erbrochen und mir befohlen, jene Toilette vor ihren Augen zu putzen. Sie hat mich so hart angeschrien, dass meine Schwester und mein Vater aufgeweckt wurden und nur zuschauten, wie ich weinend und voller Panik alles putzen musste.

    Ich bin überzeugt, dass meine Mutter narzisstisch ist, denn sie tut auf beste Mutter der Welt in der Aussenwelt, aber sobald wir alleine sind, bin ich der Sündenbock, sie stellt sich bei jeder Sache als Opfer dar, obwohl ich das (eindeutige) Opfer bin und droht uns mit Tod, Scheidung, Suizid etc, damit wir das machen, was sie will. Und dann wundert sich diese Frau, warum ich wegen psychischen Problemen öfters zur Psychiaterin muss.

    Ich möchte gerne, dass meine Mutter, genau wie ich, in die Verhaltenstherapie geht, aber wie ich narzisstische Leute kenne, wird die Wahrscheinlichkeit gleich 0 sein. Ich wünsche mir, dass ich bei einem gemeinsamen Essen nicht immer Gänsehaut und physischer Schmerz bekomme bei dem Geräusch des auf die Gabel beissens, dass ich nicht immer Angst habe muss, dass das bereits gegessene wieder zu sehen sein wird, dass ich Kritik äussern kann, ohne dass ich mich wegen absolut gar nichts entschuldigen muss und dass ich meine Ruhe haben kann, ohne dass Ich mit toxischen und manipulativen Sätzen von meiner Mutter konfrontiert werde.


    Ich entschuldige mich noch mal, dass e so lang geworden ist, es tat gut, das mal von der Seele zu schreiben. Trotzdem wünsche ich mir gerne eine Lösung und bin froh um jede einzelne Antwort.
    Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe, ihr habt einen schönen Morgen/Tag/Abend :)
     
  2. kathi

    kathi Benutzer

    Registriert seit:
    27 Februar 2019
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    65
    ich an deiner stelle würde ausziehen. es doch WGs für jugendliche, die von zuhause nur stress haben und dort nicht mehr leben können. wende dich einfach mal ans Jugendamt.

    ich glaube ich an deiner stelle hätte deine mutter schon lange gekillt. Am ende wird sie alleine sterben, wenn sie so weiter macht. kannst du nicht zu deiner gotti vielleicht ziehen und sei es nur vorübergehend, bis eine endlösung gefunden ist?

    eine Verhaltenstherapie wird sie wohl wirklich nie machen. das ist wahr.

    zieh aus. bring abstand zwischen euch. das muss ja kein kontaktabbruch zu deinem vater oder deiner schwester sein. wenn du weiterhin so lebst, macht dich das nur kaputt. dann helfen nicht mal mehr deine medis.

    grüße und mach das beste aus der situation