Einsam und allein

Dieses Thema im Forum "Einsamkeit, Kontaktprobleme" wurde erstellt von .a nobody., 14 August 2019.

  1. .a nobody.

    .a nobody. Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    14 August 2019
    Beiträge:
    1
    Hallo ihr Lieben,
    es wird Zeit das ich meine Sorgen los werde. Wahrscheinlich brauche ich professionelle Hilfe, möchte aber hier erstmal anfangen, da ich noch wenig Mut für einen Psychologen habe. Ich bin 30 Jahre alt und fühle mich extrem einsam. Meine wenigen Freunde haben selten Zeit und einen Freund habe ich nicht, der mir aber sehr an meiner Seite fehlt, bei dem ich mich wohl und sicher fühle. Einer, der für mich da ist und mir zuhört wenn meine Vergangenheit mich wieder einholt. Meine Kindheit und Jugend waren leider nicht schön. Meine Eltern haben sich getrennt als ich 6 Jahre alt war (mit meinem Vater hab ich kein gutes Verhältnis), paar Jahre später hat meine Mutter erneut geheiratet. Einen Mann, der sie geschlagen, eingesperrt und unterdrückt hat. Er ist der Mann, der meine Mutter zur Alkoholikerin gemacht hat (sie trinkt seit 16 Jahren). Auch mich hat er psychisch sehr fertig gemacht, meine Entwicklung und Schule haben sehr darunter gelitten - bis heute. Als ich 14 Jahre alt war, haben sich meine Mutter und dieses Monster getrennt. Ab meinem 12. Lebensjahr habe ich angefangen Mist zu bauen, habe gekifft, geklaut, Schule geschwänzt und mit Absicht schlechte Noten geschrieben, Alkohol getrunken und Zigaretten geraucht. Ich bin Gott sei Dank noch rechtzeitig aufgewacht, habe mit 21 eine Ausbildung angefangen und erfolgreich abgeschlossen und habe einen Vollzeit Job. Leider kann ich meine Vergangenheit nicht hinter mir lassen und zudem kommt das ich mir einen Mann an meiner Seite wünsche. Ich bin seit ca 6 Jahren single und lerne seitdem nur Männer kennen die mich verarschen, mir vortäuschen eine Beziehung zu wollen aber nur auf das Eine hinaus sind. Wie meine Mutter habe auch ich vor paar Jahren einen Mann kennen gelernt der mich geschlagen und mit einem Messer bedroht hat. An diesem Tag hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben Todesangst, ich dachte das ich es nicht mehr lebendig aus seiner Wohnung schaffe. Seitdem leide ich häufig an Panikattacken die im Schlaf kommen und mich wach machen (starkes Herzrasen und einfach nur Angst). Mittlerweile habe ich keine Hoffnung mehr das ich mal wieder was positives im Leben erleben werde, wünsche mir oft einfach zu sterben weil ich die Einsamkeit, die Erinnerungen an meine Vergangenheit und das ich mit einem Mann jedes Mal auf die Fresse fliege, nicht mehr aushalte. Es gibt Tage an denen ich mich selbst fertig mache, ich stehe vor dem Spiegel und rede mir ein das mich keiner will weil ich hässlich bin (ich möchte nicht eingebildet rüber kommen, aber hässlich bin ich nicht, trotzdem sage ich sowas zu mir). Ich weine sehr sehr viel, habe aber gelernt draußen niemanden mein wahres Gesicht zu zeigen. Über meine Probleme und Sorgen spreche ich mit keinem mehr, da mir immer nur gesagt wurde "da bist du nicht die Einzige" das weiß ich, aber das hilft mir in dem Moment nicht weiter. Genau so wenig weiß ich was ich mit meinem Leben noch anfangen soll, ich möchte endlich glücklich sein.
     
  2. kathi

    kathi Benutzer

    Registriert seit:
    27 Februar 2019
    Beiträge:
    74
    hy,
    erstmal toll dass du die kraft gefunden hast mit 21 noch die kurve zu kriegen. das hätte nicht jeder.
    ich selbst trage auch eine Maske wie ich es nenne. man zeigt nur die seite die man selbst mag. das ist aber nicht immer gut. aber es ist auch so dass Erfahrungen uns prägen. und die Schlussfolgerungen daraus ist unser verhalten. das verinnerlichte verhalten zu ändern ist so schwer. ich arbeite selbst daran.
    leider ist so dass nur wir uns selbst glücklich machen können.
    glück für mich sind meine Familie, meine freunde und kleine dinge, die ich nur für mich mache. dein eigenes glücksrezept musst du selbst herausfinden. du könntest damit anfangen dich selbst zu akzeptieren wie du bist .
    ruf doch einfach mal die nummer gegen kummer an. da kannst du dich mal so richtigauskotzen. möglicherweise ändert das ja schon was.
    gib nicht auf
    viele grüße
     
  3. Stranger

    Stranger Benutzer

    Registriert seit:
    13 Dezember 2018
    Beiträge:
    14
    Hey nobody
    Erstmal bist du kein nobody, du bist jemand. Und du hast bestimmt einen Charakter der dich ausmacht und das bist du.
    Ich würde dir raten, dich mal in psychologische Beratung zu begeben, einfach nur um mal mit einer neutralen Person darüber zu reden. Das reicht meistens schon aus um etwas von dem ganzen Ballast loszuwerden, kann ich aus Erfahrung bestätigen. War jetzt auch 2 Jahre nicht mehr in Behandlung, aber fange nächstens wieder an.
    Ich rede auch mit niemandem mehr über meine Probleme, weil im Grunde niemand etwas davon wissen möchte, weil ja alle immer nur das Schöne im Leben sehen wollen.
    Einfach mal die Maske fallen lassen, das tut gut glaub mir. Einfach mal mit jemandem über dein Innerstes sprechen ohne Angst auf Verurteilung.
    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft weiterhin, du schaffst das!